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GIS Experten im Rathaus

Borken - 19. Mai 2008. Auf Einladung der Stadt Borken trafen sich in der vergangenen Woche mehr als zwanzig Anwender und Entwickler von Geo-Informationssystemen (GIS) im Borkener Rathaus zum Meinungsaustausch. Die Expertenrunde, bestehend aus Vertretern von Kommunen, Ingenieurbüros, Energieversorgern und Softwarefirmen, hatte sich Ende 2005 auf Initiative der Stadt Borken zur „GIS-Nutzergruppe Nordwest“ zusammengeschlossen. Das Ziel bestand darin, eine Plattform für den regionalen Informationsaustausch zu etablieren.

Die Stadtverwaltung verfügt seit sieben Jahren über ein kommunales Geo-Informationssystem, welches hausweit den Mitarbeitern als Informationsplattform dient. Innerhalb des Systems werden Bebauungspläne und Straßendaten, Grünflächen und Kanaldaten, Grundstücke und Luftbilder sowie weitere Fachkataster aus allen Abteilungen des Rathauses verwaltet. Das GIS erfüllt eine wichtige Funktion als Planungs- und Auswertesystem und ist aus dem Alltag der Verwaltung nicht mehr wegzudenken. Ein großer Vorteil besteht darin, dass unterschiedliche Fachkataster wie übereinander liegende Folien in einem System verwaltet werden und damit eine fachübergreifende Sicht auf Themen ermöglicht wird. So können zum Beispiel bei der Prüfung von Bauvorhaben alle notwendigen Fachkataster wie Bauleitpläne, Luftbilder, Raumordnungskataster, Kanalschächte, Versiegelungsflächen, Denkmäler, Waldflächen und vieles andere mehr direkt am Arbeitsplatzcomputer eingesehen werden.

GIS-Koordinator Klemens Taplan von der Stadt Borken begrüßte als Organisator der Veranstaltung besonders die neuen Mitglieder der Nutzergruppe aus der Stadt Marl und der Gemeinde Großefehn. Im Rahmen der Veranstaltung erläuterte Taplan, wie bei der Stadtverwaltung Borken das sogenannte unbewegliche Vermögen, wie zum Beispiel Grundstücke, Straßen, Grünflächen oder auch Gebäude für die Bewertungen im Rahmen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) strukturiert worden sei. Sein Kollege Dieter Riethmann stellte das digitale Friedhofskataster vor, welches in das Geo-Informationssystem integriert wurde. Durch beide Ausführungen wurde deutlich, wie Fachthemen für ein GIS aufgebaut werden und welche Abhängigkeiten zur Organisation bestehen.

In weiteren Vorträgen ging es um die Integration von GPS-Techniken in Geo-Informationssysteme, die Weiterentwicklung der Straßendatenbank zum Straßenmanagementsystem und Auswertemöglichkeiten der Kommunalstatistik. Mit Hilfe der Geo-Informationstechnik können zum Beispiel Bevölkerungsstatistiken und Wanderungsbewegungen grafisch dargestellt werden. Während der Veranstaltung kam es zu anregenden Diskussionen und ausgiebigen Gesprächen zwischen den Teilnehmern. Die Treffen werden fortgesetzt. Die nächste Veranstaltung wird Anfang nächsten Jahres in Aurich stattfinden.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de

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GIS Anwendertreffen im Rathaus (Mai 2008)



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