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Die Kunst des Küssens
Kunstverein Borken präsentiert MAF Räderscheidt
Borken - 20. Mai 2008. „Ich bin bei den aufregenden Grauzonen, die zwischen den konsequentesten aller Kontraste liegen – nämlich Schwarz und Weiß – in die Schule gegangen. Kein Wunder, dass jede Schublade bald zu eng wird,“ schrieb die Malerin, Zeichnerin, Druckgraphikerin, Performance- und Installationskünstlerin MAF Räderscheidt (*1952) schon vor 20 Jahren. Die seidige und satte Tiefe der Kohle begeisteren sie bereits seit ihrem Studium der Malerei, Grafik und Kunstgeschichte an der Fachhochschule Köln. Die Möglichkeiten der Kohlezeichnung, die sie als Meisterschülerin von Marianne Kohlscheen-Richter in den 1980er Jahren intensiv genutzt hat, lotet sie seit 2002 aufs Neue großformatig aus.
Im Zuge des Grafikbooms der 1970er Jahre hatte sie sich zudem auf kleinformatige Radierungen verlegt, die eine beachtliche Resonanz fanden. „Ich will, dass ein Bild so unfertig aussieht, dass Betrachter darin Platz nehmen können, und dabei so entschlossen gemacht ist, dass es nicht verwechselt werden kann“, formulierte sie gut zehn Jahre später. Die Ölmalerei erschloss sich Angela F. Räderscheidt erst im Jahr 2000. Dies mit gewohntem frauenbewegten Verve, denn „Gender“ ist eines ihrer durchgängigen Themen, das komisch-unkomische, oft komplizierte Verhältnis zwischen Mann und Frau. Ihre drei Vornamen – an erster Stelle steht Martha – hat die Enkelin von Anton Räderscheidt, der als Maler der Neuen Sachlichkeit in die Kunstgeschichte eingegangen ist, zu dem Kürzel MAF zusammengezogen.
Unter dem Titel „Die Kunst des Küssens“ präsentiert der Kunstverein Borken – artline und mehr e.V. im Stadtmuseum Borken ab dem 25. Mai eine Auswahl von Zeichnungen, Grafiken und Gemälden der in Köln lebenden Künstlerin. Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, den 24. Mai um 17 Uhr lädt der Kunstverein alle Freunde der Kunst herzlich ein, der Eintritt ist frei. Der Kölner Kunsthistoriker und Kulturjournalist Jürgen Raap führt in die Ausstellung ein, die Komponistin und Jazz-Trompeterin Dorothee Hahne setzt mit Didgeridoo-, Trompeten- und Elektronik-Klängen ungewöhnliche musikalische Akzente.
Zur Ausstellung veranstaltet der Kunstverein Borken teils in Kooperation mit dem Kreis Borken ein interessantes Begleitprogramm, das sich im Rahmen der „Werkwochen Kunst“ auch an Kinder und Jugendliche richtet. Martin Kätelhön (Köln), der in seiner Kunstdruckwerkstatt u.a. Arbeiten von Günter Brus, Markus Lüpertz, A.R. Penck und Rosemarie Trockel gedruckt hat, bietet zusammen mit MAF Räderscheidt am 14. Juni eine Druckvorführung an, der aus den USA stemmende John Gerard (Rheinbach) stellt am 21. Juni Techniken des Papierschöpfens und Papiergusses vor. Gemeinsam mit der international renommierten Flötistin Dorothee Oberlinger (Köln) führt Dorothee Hahne am 15. Juni unter dem Titel „Commentari“ einen musikalischen Brückenschlag vom Mittelalter bis in die Gegenwart auf. Am 23. und 24. Juni stehen Druckworshops für Schulklassen auf dem Programm, bevor die Ausstellung selbst am 27. Juli mit einer literarischen Finissage endet. In der letzten Woche der Sommerferien schließt sich unter der Regie des Kreises Borken am Kreishaus eine zweite „Werkwoche Kunst“ an, die von den Künstlern Roland Stratmann, Stefan Sous, Bernhard Küdde und Kirsten und Peter Kaiser gestaltet wird.
Nähere Informationen unter: www.kunstverein-borken.de www.kreis-borken.de
Stadtmuseum Borken – Marktpassage 6 – 46325 Borken Öffnungszeiten: Di.-Sa. 15.00-18.00 Uhr So. 10.30-17.30 Uhr Tel. 02861 / 939-242 (Museumsaufsicht) Rathausbüro: Im Piepershagen 17 - 46325 Borken Tel. 02861-939 217 - Fax 02861-939 62 217 www.stadtmuseum.borken.de stadtmuseum@borken.de
Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de
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MAF Räderscheidt: Selbstentgrenzung
MAF Räderscheidt: Der Borkenstier
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