„Wie eine große Familie!“
23.05.2008 | Herten
Offizielle Eröffnung des AWO-Wohnheims
Die Eröffnung des neuen AWO-Wohnheims für Menschen mit Behinderung mitten in Herten Disteln glich einem großen Familienfest: Bürgermeister Dr. Uli Paetzel, Mitarbeiter der AWO, Familie, Freunde, Nachbarn und natürlich die Bewohner selbst hatten sich im Garten der Wohnstätte versammelt, um dieses Ereignis gebührend zu feiern.
Die Kinder der Kindergärten „Abenteuerland“ und „Rasselbande“ sangen und Wohnheimmitglied DJ Tobi sorgte hinter dem Reglerpult ganz charmant für die richtige Lautstärke der Redner.
„Wir wollen uns auch weiterhin wie eine große Familie fühlen!“ – die Hausbewohner Vera Buttermann, Katharina Mende, Melanie Kropf und Sven Schulte-Fischerdick, fiel das Verlassen des Elternhauses, wie allen Bewohnern sehr schwer. Durch die intensive Freizeitgestaltung und die liebevolle Betreuung sei der Start in ein neues Lebensumfeld jedoch gut gelungen, bekräftigten die vier Freunde in ihrer berührenden Rede.
Bodo Champignon, Bezirksvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO), erinnerte in seiner Ansprache an „Arbeit, Sorgen und Mühen“, die die Realisierung eines solchen Projektes mit sich bringe. Besonderen Dank sprach er Uli Paetzel und Stadtbaurat Volker Lindner aus, die die AWO tatkräftig bei der Suche nach dem 2.480 Quadratmeter großen Grundstück unterstützten hatten. Das schöne Wohnheim sei Beweis dafür, dass die Zeiten, in denen Menschen mit Behinderung ausgegrenzt und beiseite gedrängt wurden, endgültig vorbei seien. Als Bodo Champignon dann auch noch ein Tipp-Kick-Spiel als Geschenk an die Bewohner übergab, war die Freude schier grenzenlos.
Uli Paetzel machte noch einmal deutlich, dass es auch Aufgabe der Politik sei, für die Belange der Menschen mit Behinderung einzutreten und zu kämpfen. „Wir in Herten sind stolz darauf, dass eine Einrichtung wie diese in unserer Mitte zu finden ist.“ Als Zeichen dafür, dass das Wohnheim ab sofort fest in die Hertener Stadtlandschaft gehört, brachte der Bürgermeister ein großes Bild mit, das die Bewohner immer daran erinnern soll.
Alexandra Sollbach, Leiterin der Einrichtung, freute sich besonders über die freundliche Aufnahme in der Nachbarschaft und bot den ansässigen Jugendlichen an, während eines Praktikums in der Wohngemeinschaft neue Erfahrungen zu sammeln. Acht Monate nach dem Einzug der 24 Bewohner in vier Wohnungen und eine Trainingsgruppe hätten sich die jungen Erwachsenen gut eingelebt. „Wir legen großen Wert auf eine altersgerechte Aufmachung der Räume und Freizeitgestaltung“, betonte Sollbach. Ob Diskobesuche, Konzerte oder eine Fahrt nach Recklinghausen, um den neuen Superstar Thomas Godoj anzufeuern: Den Bewohnern wird viel geboten, um ihre Selbstbestimmung zu fördern. „Unser größtes Lob ist die Zufriedenheit der Bewohner“, machte Alexandra Sollbach deutlich. Viel Lob gab es auch für den Familienunterstützende Dienst (FuD), der sehr viel zur Entlastung von Familien mit behinderten Angehörigen beitrage.
Die Grundsteinlegung des AWO-Wohnheims an der Ecke Kaiserstraße/Uhlandstraße erfolgte am 20. April 2007 und bereits Mitte Oktober war die neue Wohnstätte fertig gestellt. 30 Mitarbeiter kümmern sich seither um das Wohl der Bewohner.
Pressekontakt: Pressestelle, Anne Schwierz, Telefon: 02366/303180, E-Mail: a.schwierz@herten.de



