Land bietet Stadt Torwache für museale Zwecke an / Große Lösung für Märchenwelt und Tapetenmuseum

28. Mai 2008. Das Land Hessen, die Stadt Kassel und die IHK Kassel haben sich auf eine gemeinsame Lösung zur Präsentation des Welterbes der Brüder Grimm in Kassel verständigt. Nach der begründeten Entscheidung des Landes Hessen, den Standort des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs am Brüder-Grimm-Platz beizubehalten, vereinbarten der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen, der Kasseler Bürgermeister Thomas-Erik Junge, der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel, Martin Viessmann, der Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel, Walter Lohmeier, und der Hessische Ministerpräsidenten Roland Koch in dem am Dienstag in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden stattgefundenen Gespräch die zeitnahe Umsetzung eines musealen Gesamtkonzepts:

Die ehemalige Grimmsche Wohnstätte in der Torwache am Brüder-Grimm-Platz soll als authentischer Ort für museale Zwecke genutzt werden. Hierzu wird die Landesregierung der Stadt Kassel ein neues Angebot unterbreiten. Das Palais Bellevue, in der sich derzeit das Brüder-Grimm-Museum befindet, soll wie von der Stadt geplant saniert werden. Parallel dazu werden das Land und die Stadt Kassel gemeinsam mit der IHK Kassel kurzfristig einen neuen Standort am Weinberg als große Lösung zur Entwicklung der Brüder-Grimm-Märchenwelt und zur Unterbringung des Tapetenmuseums prüfen. Die anteilige Finanzierung des Landes wird innerhalb des 200-Mio-Euro-Gesamtprojekts Neuordnung Museumslandschaft Kassel realisiert. Zu diesem Zweck wird in Kürze eine Arbeitsgruppe unter Federführung der Stadt Kassel eingesetzt. Das erzielte Ergebnis bietet eine gute Grundlage zur Realisierung der städtischen und staatlichen Museumsvorhaben in Kassel in den nächsten Jahren, zeigten sich die Beteiligten sicher.

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