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documenta-Stadt Kassel

Hohe Auszeichnung für Dekan i. R. Wittekindt

30. Mai 2008. Mit der Ehrennadel in Gold der Stadt Kassel wurde am Freitag Dekan i. R. Ernst Wittekindt von Oberbürgermeister Bertram Hilgen im Rathaus ausgezeichnet. Die Nadel wird als Dank und Anerkennung an verdiente Einwohnerinnen und Einwohner aus allen Gruppen der Bevölkerung verliehen, die sich in ganz besondere Weise ehrenamtlich engagieren.

Hilgen würdigte das bürgerschaftliche Engagement Wittekindts und wies daraufhin, dass sein Einsatz vor allem dem Spannungsfeld Kunst und Kultur und Kirche gegolten habe und noch gelte. Die Kirche spiele seit jeher im kulturellen Leben Deutschlands eine zentrale Rolle, auch wenn dies nicht oft wahrgenommen werde. Dabei gehöre sie zu den wichtigsten kulturpolitischen Akteuren.

Wittekindt habe alles getan, um die vorhandenen Schätze Kassels zu bewahren und die Stadt wieder aufzubauen, erklärte der Oberbürgermeister. Während seiner Schulzeit in der Wilhelmsschule sei Wittekind Zeuge gewesen, wie der Wiederaufbau schrittweise vonstatten gegangen sei. Aus der Aussage „Das kulturelle Gedächtnis einer Stadt ist das wichtigste Gut“ habe er maßgeblich sein kulturelles und soziales Engagement gespeist. So sei er bis April 2000 Vorsitzender der Stiftung „Alte Brüderkirche“ gewesen. Bei den documenta-Ausstellungen 10 und 11 sei er Vorsitzender der Kommission zu den kirchlichen Begleitausstellungen gewesen. Ferner habe er als offizieller documenta-Führer bei den Ausstellungen 10, 11 und 12 fungiert.

Als Vizepräsident der internationalen Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche sei er bundesweit aktiv und als kompetenter Gesprächspartner gefragt. Auch als langjähriger Vorsitzender der Kasseler Musiktage, einem der ältesten Musikfeste Europas, habe sich Wittekindt, der als Student noch mit Begeisterung Orgel gespielt habe, Beiträge für ein lebendiges Musikleben beigesteuert, führte Oberbürgermeister Hilgen weiter aus. Auch als Ideengeber für Initiativen der Serviceclubs bei der Kulturhauptstadtbewerbung Kassels und bei der Gründung und im Kuratorium der „Stiftung 7000 Eichen“ habe er mitgewirkt. Von Anfang an sei er aktiv gewesen im Vorstand der Bürgerstiftung „Glas der Vernunft“. Alles im allem sei er bei diesen und weiteren Aufgaben über Jahrzehnte hinweg Impuls- und Ideengeber, Förderer und Beförderer gewesen. Seine herausragenden Verdienste, so Hilgen weiter, würden deshalb mit der Ehrennadel der Stadt Kassel in Gold entsprechend gewürdigt.



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