Kinderfest mit Spatenstich in der „Pusteblume“
Sanierungsstart in der Kita Skorpionstraße
Magdeburg.
Ihren Kindertag feierten die Jungen und Mädchen der Kita´s Skorpionstraße in diesem Jahr auf ganz besondere Weise: Mit Spaten und Schubkarre vollzogen sie gemeinsam mit Magdeburgs Beigeordneter für Soziales, Jugend und Gesundheit, Beate Bröcker und weiteren Gästen den ersten Spatenstich zur Sanierung ihrer Einrichtung. Bis 2011 wird die Kita komplett saniert und umgebaut.
Gut 2,2 Mio. Euro fließen in die Sanierung der Kindertagesstätten „Pusteblume I und II“, die von der Kita-Gesellschaft Magdeburg mbH betrieben wird. Bisher sind Fördermittel aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost (237.720 EUR) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE (492.420 EFRE) bewilligt. Die Stadt rechnet mit weiteren Fördermitteln von Bund und Land, die Komplementärfinanzierung fließt aus dem städtischen Haushalt.
„Die Arbeit der Kita wird seit vielen Jahren nicht nur von den Eltern geschätzt, sondern genießt auch im Stadtteil hohes Ansehen“, so Magdeburgs Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Beate Bröcker heute anlässlich des Sanierungsstarts. „Mit der Sanierung – die dringend geboten ist - wollen wir nicht nur die Attraktivität des Standorts erhöhen und die Sicherheit für Kinder, Eltern und Mitarbeiterinnen verbessern, sondern auch den Standort als soziales Zentrum für die Betreuung von Kindern und als Dienstleistungszentrum für die ganze Familie im Stadtteil Reform ausbauen. Hier können Kapazitäten für die stadtteilbezogene Gemeinwesenarbeit und für Begegnungen der Generationen geschaffen werden.“
Im Rahmen der Sanierung wird die gesamte Haustechnik erneuert, das Gebäude in Teilen umgebaut und modernisiert. Zum ersten Spatenstich waren deshalb auch die Architekten Christian Münster, Hubertus Trompeter sowie Winfried Overmann, Abteilungsleiter im Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement geladen. Für 2008 sind die Isolierung der Wände, Rohrleitungen, Sanitäranschlüsse sowie eine neue Abdichtung des Kellers geplant. Die Arbeiten erfolgen zunächst bei weiterem Betrieb der Kita, im nächsten Jahr werden Kinder und Erzieherinnen jedoch in ein anderes Gebäude ausweichen müssen. „Welches das sein kann, steht noch nicht fest. Wir sind dazu in Gesprächen mit dem Betreiber, um den Kindern und ihren Betreuern auch während der Sanierung möglichst gute Bedingungen zu bieten“, erklärt dazu Beate Bröcker.
Durch die Sanierung erhält die Einrichtung nicht nur ein modernes Gebäude, auch die Bedingungen für die pädagogische Arbeit verbessern sich deutlich. Zudem will sich die Kita in den Stadtteil öffnen. „Nach der Sanierung werden wir ein Atrium haben, das auch von Anderen genutzt werden kann“, freut sich Karin Matthes-Strelow, die Leiterin der Einrichtung. „Hier könnte beispielsweise die AG Gemeinwesenarbeit tagen oder kleinere Kulturveranstaltungen stattfinden.“
Bei der Sanierung wird außerdem ein zusätzlicher Bewegungsraum geschaffen, so dass auch die Möglichkeiten für sportliche Betätigung der Kinder verbessert werden.
Die Kindertagesstätten „Pusteblume I und II“ beteiligen sich am Bildungsprogramm „Bildung elementar – Bildung von Anfang an“. Mit diesem Programm werden Sachsen-Anhalts Kindertagesstätten zu Orten frühkindlicher Elementarbildung entwickelt, ein Kernelement des Kinderförderungsgesetzes.
Das Modellprojekt "Bildung elementar"
Dabei geht es nicht um eine Verschulung der Kinderbetreuung, sondern um die best- und frühestmögliche sowie altersspezifische Förderung von allen Mädchen und Jungen. Je eher Talente und Begabungen erkannt und pädagogisch gefördert werden, umso besser können sie sich entfalten. Damit werden allen Kindern - unabhängig von ihrer sozialen Herkunft - gleiche Startchancen eröffnet.
Mit diesem Bildungsprogramm rangiert Sachsen-Anhalt bundesweit unter den Top Five, dass heißt, es reiht sich in die Spitzengruppe derjenigen Bundesländer ein, die konsequent auf die Ergebnisse der PISA-Studie reagiert haben und Rahmenbedingungen für eine altersgerechte Bildung in der frühen Kindheit entwickeln. Neben Sachsen-Anhalt haben bislang Nordrhein-Westfalen, Berlin, Bayern und Rheinland-Pfalz ähnliche Bildungsprogramme beziehungsweise -pläne entwickelt. In Brandenburg wurde ein Gutachten zur künftigen Bildungsarbeit erstellt.
Das Bildungsprogramm wird gemeinsam von Wissenschaftlern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Erzieherinnen der beteiligten Kindertagesstätten erarbeitet. Es umfasst sechs Bereiche:
- Kommunikation, Sprache(n) und Schriftkultur
- (Inter-)kulturelle und soziale Grunderfahrungen
- Ästhetik und Kreativität
- Mathematische Grunderfahrungen
- Welterkundung und naturwissenschaftliche Grunderfahrungen
- Körper, Bewegung, Gesundheit
Die Kita´s „Pusteblume I und II“ gehören – neben weiteren Einrichtungen aus Sachsen-Anhalt zu den Kindertagesstätten, die das Programm gemeinsam mit der Martin-Luther-Universität entwickeln und erproben. Mit der Sanierung der Einrichtung werden hier auch optimale Bedingungen für vorschulische Bildung geschaffen.
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