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Eichenprozessionsspinner gesichtet

Forstschädling auch in Borken aktiv

Borken - 02. Juni 2008. Die Stadtverwaltung teilt mit, dass an mehreren Stellen im Stadtgebiet von Borken der sogenannte „Eichenprozessionsspinner“ gesichtet worden ist. Eine Fachfirma sei bereits damit beauftragt, gegen den Schädling vorzugehen. Konkret werden die Nester verbrannt bzw. die Larven abgesaugt. Wie bereits im vergangenen Jahr beziehe sich die Bekämpfung auf die öffentlichen Anlagen, wie Parkanlagen, das Erholungsgebiet Pröbsting, Kinderspielplätze, Bushaltestellen, Sportgelände, Schulhöfe und Schulwege im Innstadtbereich. Bäume im Privatbesitz werden nicht bekämpft. Hier sind die Eigentümer verpflichtet, Vorsorge zu treffen, damit insbesondere Kinder nicht gefährdet werden, so die Stadt in ihrer Pressemitteilung.

Bei dem Eichenprozessionsspinner handelt sich um einen Forstschädlich, der bevorzugt Eichen befällt. Er ist ein eher unscheinbarer, graubrauner Nachfalter, der auch für Menschen eine Gefahr darstellen kann. Zwar ist der Schmetterling an sich harmlos, doch seine Larven oder auch Raupen tragen Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten der Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Die Beschwerden reichen von heftig juckenden Hautausschlägen bis zu Asthmaanfällen. Ursache ist das Nesselgift Thaumetoporin auf den Härchen der Larven. Unter befallenen Eichen und in der näheren Umgebung können sich, besonders von Juni bis August bei trockener, windiger Witterung größere Mengen der Raupenhärchen finden. Diese brechen sehr leicht ab und fliegen durch die Luft. Auf dem Luftwege, aber auch über direkten Kontakt mit den Raupen oder ihren Nestern gelangen die Raupenhaare auf Haut, Schleimhäute und Bindehäute. Da sich diese Härchen lange in der Umwelt halten, kann auch noch Monate später der Kontakt mit den Nestern allergische Reaktionen verursachen. Bei Erstkontakt mit Raupenhaaren dauert es etwa vier bis sechs Stunden, bis sich die beschriebenen Krankheitszeichen einstellen. Bei wiederholten Kontakten können die allergischen Reaktionen schneller und stärker ausgeprägt auftreten.

Nach Kontakt mit Raupenhaaren ist vor allem wichtig, sofort die Kleider zu wechseln und zu duschen und die Haare zu waschen. um die Raupenhaare, die sich mit ihren kleinen Widerhaken in der Kleidung, im Haar und der Haut festsetzen können, zu entfernen. Bei Auftreten der oben beschriebenen Krankheitszeichen sollte man einen Arzt aufsuchen.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de


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- Pressestelle -
Im Piepershagen 17
46325 Borken

Ansprechpartner:
Markus Lask
Leiter Büro des Bürgermeisters
Telefon: 02861/939-103
Telefax: 02861/939-253
E-Mail: pressestelle(at)borken.de

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