04. Juni 2008. „Seit 15 Jahren gibt es das Kinder- und Jugendbüro in Kassel und seit nunmehr 15 Jahren beweisen die Kasseler Kinder und Jugendlichen, dass sie mit großem Interesse und Engagement ihr Lebensumfeld mitgestalten“. Mit dieser positiven Zwischenbilanz wies Jugenddezernentin Anne Janz jetzt auf einen kleinen Meilenstein der Kasseler Jugendarbeit hin.
Eine Ausstellung „Kinder verändern Kassel“ ist aus diesem Anlass vom 4. bis 22. August im Rathausfoyer zu sehen. Jugenddezernentin Anne Janz eröffnet die Ausstellung am 6. August um 11 Uhr. Oberbürgermeister Bertram Hilgen lädt Kinder und Jugendliche am 22. August um 11 Uhr zu einer Sprechstunde ein.
Ferner bietet das Kinder- und Jugendbüro in dieser Zeit workshops für Schulklassen im Rathaus, wo sich Interessierte ausführlich über die Beteiligungsmöglichkeiten informieren können. Nähere Infos: Kinder- und Jugendbüro, Telefon 7 87-52 54, E-Mail: kinderbuero@stadt-kassel.de, www.kinderundjugendbuero.de.
Die rechtlichen Grundlagen für die Arbeit des Kinder- und Jugendbüros lieferten seit Anfang der 90er Jahre die Hessische Gemeindeordnung und Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung. Mit ihnen wurden die Weichen gestellt, Kinder und Jugendliche an der Stadtplanung und -entwicklung zu beteiligen. Da jedoch viele Arbeitsabläufe im Rathaus Kindern nicht bekannt sind, gibt es das Kinder- und Jugendbüro als Schaltstelle zwischen Kindern und Verwaltung.
Zusammen mit dem Verein Spielmobil Rote Rübe fahren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Orten, an denen sich die Kinder aufhalten und diskutieren über Verbesserungsmöglichkeiten. „Auf diese Weise sind in 15 Jahren aus 31 tristen Schulhöfen Spielhöfe geworden mit Bolzmöglichkeiten und Klettergerüsten. Wir haben gemeinsam mit den Kindern Spielplätze verbessert und Treffpunkte für Jugendliche geschaffen. Auch einer der beliebtesten Treffpunkte für Jugendliche, die „hall of fame“, eine Skate-Anlage mit legaler Graffitifläche, ist so entstanden“, so Jugenddezernentin Anne Janz.
Zurzeit wird in der Giesenallee unter der Autobahnbrücke wieder gebaut. Nach 14 Jahren muss die Anlage erneuert werden. Jeder Schritt wird mit den Jugendlichen gemeinsam geplant. Das klappt nur, weil in den Fachämtern im Rathaus, die zuständig sind für Planung und Wartung für Spielplätze, Treffpunkte und Schulhöfe, sogenannte „Beauftragte für Kinderbeteiligung“ sitzen. Das Kinderbüro vermittelt zwischen Jugend und Verwaltung und koordiniert die Arbeitsabläufe.
Demnächst wird der Entenanger in der Innenstadt umgebaut. Das Beteiligungsmobil der Roten Rübe wird auch hier vor Ort sein und alle Betroffenen ausführlich befragen. Man darf gespannt sein auf die Ergebnisse, die dann in die Stadtplanung einfließen!
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