06. Juni 2008. Die besonderen Verdienste des „Erfolgsmodells JAFKA“ hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen bei der Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Jugendausbildungsträgers gewürdigt. „2.300 junge Menschen haben im Laufe der Jahre bei JAFKA eine Ausbildung abgeschlossen und ihren Weg ins Berufsleben gefunden. Sie haben durch das professionelle Engagement der JAFKA die Chance erhalten zu zeigen, was in ihnen steckt .“
Weil Beratung allein nicht ausreicht, hatten in der Jugendarbeit engagierte städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Jugendhilfeverein für Aus- und Fortbildung Kassel e. V. (JAFKA) gegründet, als in den Jahren 1982/1983 die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik ihren Höhepunkt erreichte. Bereits 1984 begannen 60 Jugendliche ihre Ausbildung bei JAFKA. „Das herausragende zivilgesellschaftliche Engagement und die damit zum Ausdruck gebrachte gesamtverantwortliche Sicht der Initiatoren waren seinerzeit pionierhaft, sie sind nach wie vor beeindruckend und vorbildlich“, so Hilgen.
Auch heute stünden viele junge Menschen nach der Schule ohne Ausbildungsplatz und ohne berufliche Perspektiven da. „Wer aber als Jugendlicher den Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht schafft, wem die Gesellschaft diesen Einstieg nicht ermöglicht, der läuft Gefahr, sein ganzes Leben mit schwierigen materiellen und sozialen Bedingungen kämpfen zu müssen.“ Es sei daher eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft, wenn jungen Menschen in geeigneter Weise Möglichkeiten geboten werden, im Berufsleben Fuß zu fassen.
Früher als andere Vereine und Träger habe JAFKA die berufliche Bildung immer im Einklang mit Aspekten sozialer Bildung gesehen und dabei immer den ersten Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Blick gehabt. Und auch auf aktuelle Entwicklungen, neue Herausforderungen und strukturelle Veränderungen der beruflichen Bildungslandschaft werde mit problemorientierten Lösungsansätzen, mit Kreativität und Innovationsfreude reagiert. „In diesem Sinne wurde die Weiterentwicklung von der sozialpädagogischen Berufsorientierung hin zu einem vielseitigen und professionell geführten Bildungsträger mit hoher Leistungsbereitschaft, der notwendigen Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit vollzogen.“
Die Arbeit des Unternehmens, das vor rund einem halben Jahr in die alleinige Trägerschaft der Stadt Kassel übergegangen ist, sei in der Vergangenheit stets von allen politischen Gruppierungen in Kassel einhellig anerkannt, getragen und geschätzt worden, unterstrich OB Hilgen. Für die Kommunalverwaltung sei JAFKA in vielfältiger Weise ein verlässlicher und erfolgreicher Kooperationspartner, der einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendberufsnot leiste sowie ein kompetenter Partner bei dem Projekt „STADTNETZ“. Er wies darauf hin, dass erst vor wenigen Tagen 18 der 20 jungen Leute, die 2005 in der ersten Auflage der von ihm initiierten Ausbildungsoffensive ihre Ausbildung begonnen hatten, diese erfolgreich abschließen konnten.
Mit der Beteiligung an innovativen Projekten wie „SCHuB“ oder dem LOS-Projekt „Eltern als Zukunftstrainer“ gehe JAFKA immer wieder neue Wege. Nicht zuletzt durch die vernetzte und interdisziplinäre Arbeitsweise und die Beteiligung einer Reihe komplementärer Projekte wie etwa „Gemeinsam“ oder „ZACK“ habe sich JAFKA im Laufe der Zeit ohne städtische Subventionen zu einem Kompetenzzentrum in Sachen Bildung entwickelt und damit seinen festen Platz in der Kasseler Bildungslandschaft errungen.
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