19. August 2008. Unter Jugendlichen hat der Missbrauch von Alkohol in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Nach Angaben der Bundesdrogenbeauftragten betrinkt sich ein Viertel aller Jugendlichen mindestens einmal im Monat mit fünf oder mehr Gläsern Alkohol. Innerhalb von fünf Jahren sollen sich die Krankenhausaufenthalte von zehn- bis 20-Jährigen wegen Trunkenheit von 9.500 Fällen im Jahr 2000 auf 19.400 im Jahr 2005 verdoppelt haben, darunter 3500 Kinder, die nicht älter als 15 Jahre sind. Dieser Trend setzt sich ungebremst fort, auch in Kassel. Aus diesem Anlass findet am Dienstag, 9. September, von 18.30 bis 20 Uhr im Kreishaus Kassel VHS-Saal eine Veranstaltung zum Thema „Zugedröhnt bis der Arzt kommt“, Missbrauch legaler und illegaler Drogen, statt.
Welche Ursachen hinter diesem Wunsch der jungen Kampftrinker stehen, sich sinnlos zu betrinken, welche Ratschläge Eltern und Freunden gegeben werden können und welche Hilfeangebote in Stadt und Landkreis Kassel vorhanden sind, ist Thema der Veranstaltung „Gesundheit im Gespräch“. Auf all ihre Fragen geben Dr. Helmut Frömmel, stellvertretender Leiter Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bad Emstal/Merxhausen, Prof. Dr. Karl-Friedrich Tegtmeyer, Leiter Kinderklinik Klinikum Kassel, Dr. Ulrike Berlin, Kinder- und Jugendpsychiaterin Gesundheitsamt Region Kassel, sowie Salome Möhrer-Nolte, Drogenhilfe Nordhessen e.V., kompetente Auskunft.
Moderiert wird die Veranstaltung von Peter Ochs von der HNA. Die Organisationsleitung liegt in den Händen des Gesundheitsamtes. Die Patenschaft übernimmt die AOK Hessen.
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