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Landrat und Bürgermeister protestieren gegen die Schließung des Telekom-Call-Centers

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29. August 2008
Landrat und Bürgermeister protestieren gegen die Schließung des Telekom-Call-Centers
Hochsauerlandkreis/Meschede.

Der Landrat und die Bürgermeister der zwölf Städte und Gemeinden protestieren gemeinsam gegen die geplante Schließung Call-Centers der Deutschen Telekom AG am Standort Meschede. Den Schritt der Schließung können der Landrat und die Bürgermeister nicht nachvollziehen. Das Call-Center in Meschede verfügt derzeit nicht nur über eine moderne Ausstattung, sondern ist zudem führend in der Effizienz durch motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Im Rahmen ihrer turnusgemäßen Konferenz unter dem Vorsitz des Landrates Dr. Karl Schneider appellierten die Hauptverwaltungsbeamten am Mittwoch, 27. August, an den Vorstand der Deutschen Telekom AG, bei der Konzentration der Call-Center auf weniger Standorte den Standort Meschede auch künftig zu erhalten. Die Telekom kommt sonst ihrer Verpflichtung, Präsenz in den Regionen zu zeigen, nicht mehr nach.

Der Wegfall von 250 Arbeitsplätzen trifft die Stadt Meschede und den gesamten Hochsauerlandkreis als Dienstleistungsstandort, denn betroffen sind Mitarbeiter aus allen Städten und Gemeinden im Kreisgebiet. Aufgrund der hohen räumlichen Entfernungen ist ein Arbeitsplatzwechsel für die im Hochsauerlandkreis verwurzelten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur schwer möglich. Viele Teilzeitkräfte, so befürchten die Hauptverwaltungsbeamten im Hochsauerlandkreis, werden durch die Verlegung des Call-Centers nach Dortmund auf kaltem Wege entlassen. Es wird auch vermutet, dass der Standort Meschede, wo vor rund einem Jahrzehnt noch 1.600 Menschen im damaligen Fernmeldeamt beschäftigt waren, nach und nach weiter bröckelt.

Die Konferenz der Hauptverwaltungsbeamten ist sich zwar bewusst, dass ihr Bedauern zu einer einmal getroffenen Entscheidung eines börsennotierten Unternehmens wie der Deutschen Telekom AG keinen Einfluss darauf haben wird, dass sich an der schlechten Nachricht etwas ändert. Indes wollen die Bürgermeister der zwölf Städte und Gemeinden zusammen mit dem Landrat ein Signal aussenden und ihre Solidarität mit den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Ausdruck bringen.


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