29. August 2008.
„Orte der Erinnerung und Mahnung“ – so lautet der Titel der Ausstellung, die am Montag, 1. September, um 15 Uhr im Foyer des Kasseler Rathauses von Bürgermeister Thomas-Erik Junge und dem renommierten NS-Forscher Professor Dietfrid Krause-Vilmar eröffnet wird. Die Ausstellung erinnert an elf historische Orte in Kassel, an denen Gedenktafeln auf Ereignisse während der NS-Zeit von 1933 bis 1945 hinweisen. Gleichzeitig wird ein Wegweiser vorgestellt, der Interessierte zu diesen Orten führen wird.
Kassel zählt zu den Städten in Deutschland, die schon früh und mit großer öffentlicher Anteilnahme die lokalen Ereignisse der nationalsozialistischen Zeit aufgearbeitet haben. In Ausführung eines Beschlusses der Stadtverordneten aus dem Jahr 1984 wurden elf historische Stätten ausgewählt und an diesen Orten Gedenktafeln angebracht.
„Die Stadt Kassel möchte dazu beitragen, dass das vorhandene Wissen über die Verbrechen in der Nazi-Diktatur weiterhin im Bewusstsein bleibt,“ erklärte Bürgermeister Junge. Aus diesem Grund ist eine aktualisierte und völlig neu gestaltete Informationsbroschüre zu diesen elf Gedenkstätten entstanden, deren Inhalte Professor Dietfrid Krause-Vilmar in Kooperation mit dem Stadtmuseum und dem Stadtarchiv erarbeitet hat. Auch die Ausstellung, die bis zum 8. September im Rathaus zu besichtigen ist, soll anschließend an Schulen und andere Bildungseinrichtungen ausgeliehen werden. Dazu werden bei einem Lehrerworkshop am 30. Oktober im Stadtmuseum methodisch-didaktische Materialien für den Einsatz von Plakaten und des Begleitheftes im Schulunterricht vorgestellt.
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