Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 02. September 2008
Magdeburger Traditionsunternehmen begeht 100-jähriges Jubiläum - Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper überreichte Stadtplakette an Röstfein Kaffee GmbH

Zum 68. Mal wurde eine Stadtplakette der Landeshauptstadt Magdeburg verliehen. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper überreichte heute die Stadtplakette in Gold an die Röstfein Kaffee GmbH. Anlass ist das 100-jährige Bestehen des Magdeburger Unternehmens. Die Stadtplakette nahm der Geschäftsführer Eike-Jens König entgegen.

„Ich gratuliere dem Unternehmen zu diesem besonderen Jubiläum“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper anlässlich der Verleihung. „Die Röstfein Kaffee GmbH gehört mit ihrer 100-jährigen Geschichte nicht nur zu den traditionsreichen Magdeburger Unternehmen, sondern ist auch Imageträger für die Landeshauptstadt.“

Die Geschichte des Unternehmens geht bis in das Jahr 1908 zurück. Am 19. Mai 1908 wurde mit der Gründung der „Kathreiner’s Malzkaffee-Fabriken“ der Grundstein für die Röstfein Kaffee GmbH in Magdeburg gelegt. Das Unternehmen begann mit dem Bau der Produktionsanlagen in der Hafenstraße und produzierte Malzkaffee nach einem Rezept von Pfarrer Kneipp.

Nach den großen Erfolgen der ersten Jahrzehnte kam mit der Enteignung nach dem Zweiten Weltkrieg das vorübergehende Aus für das Unternehmen. Nach einigen unsicheren Jahren im Kampf ums Überleben eröffnete die Aufnahme in den Verband der Konsumgenossenschaften neue Möglichkeiten und Perspektiven. Seit 1958 unter neuem Namen, verwöhnte der Röstfein Kaffee dann die Kaffeeliebhaber in der DDR.
Mit der Wiedervereinigung kamen neue, schwere Zeiten auf das Unternehmen zu. Doch auch diesmal sicherten engagierte Mitarbeiter, unternehmerisches Geschick, kreative Ideen und neue Technologien das Überleben und den Erfolg. Heute ist Röstfein Kaffee – als einziger ostdeutscher Kaffee – von den gesamtdeutschen Kaffeetischen nicht mehr wegzudenken.

Die Erfolgsgeschichte der Röstfein Kaffee GmbH ist eng verbunden mit dem Standort Magdeburg. Zwei Magdeburger Erfindungen haben die Geschichte der Kaffeeherstellung im modernen Technikzeitalter nachhaltig geprägt.
Die eine stammt bereits aus dem 17. Jahrhundert und der Erforscher ist kein Geringerer als der große Magdeburger Sohn und Bürgermeister, Universalgenie Otto von Guericke. Seine Erfindung machte sich das Unternehmen zu Nutze, als es 1990 eine moderne Vakuum-Verpackungsanlage in Magdeburg errichtete. Ein Meilenstein zum Erfolg, denn ohne Vakuum kein Kaffeearoma aus der Tüte.
Die zweite technische Meisterleistung stammt aus dem Jahr 1981. Ihre Erfinder saßen an der damaligen Technischen Universität „Otto von Guericke“ und entwickelten gemeinsam mit Mitarbeitern des Unternehmens Röstfein in Magdeburg ein Verfahren, das so noch heute einmalig ist in Deutschland: das Wirbelschicht-Röstverfahren. Dieses bis dahin weltweit einzigartige Verfahren sorgte nicht nur für höhere Kaffeequalität, sondern auch für geringere Röstzeiten. Dieser Technologievorsprung war ein Grund dafür, dass Röstfein Kaffee als einzige von ehemals sieben ostdeutschen Röstereien nach 1990 überlebte.

144 Mitarbeiter, über 16 Millionen Euro Investitionsvolumen seit 2000 und ein Jahresumsatz von 44 Millionen Euro im vergangenen Jahr sprechen für den Erfolg des Unternehmens und sind ein wichtiger Beitrag für die Magdeburger Wirtschaft. „Der Name Röstfein Kaffee steht damit nicht nur für ein überaus erfolgreiches Unternehmen, sondern auch für den Standort Magdeburg“ betont Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.

 

Hintergrundinformationen zur Stadtplakette
Vergeben wird die Stadtplakette der Landeshauptstadt Magdeburg an Vereine, Verbände, Firmen, Körperschaften und andere Einrichtungen, die ihren Sitz in Magdeburg haben. Die Stadtplakette wird in Bronze (50-jähriges Jubiläum), in Silber (75-jähriges Jubiläum) und in Gold (100-jähriges Jubiläum) verliehen. Über die Verleihung entscheidet der Oberbürgermeister.

Zum ersten Mal wurde eine Stadtplakette der Landeshauptstadt Magdeburg 1996 an den Verband der Kleingärtner Magdeburg e.V. verliehen. Anlass war dessen 75-jähriges Jubiläum. Seitdem wurden 68 Stadtplaketten vergeben, darunter an alteingesessene Magdeburger Unternehmen, Sportvereine, Freiwillige Feuerwehren und Verbände.
Zu den Geehrten gehören die Stadtsparkasse, die IHK und die Handwerkskammer ebenso wie die Paul Schuster GmbH, die Dombuchhandlung Holtermann, das Autohaus Lerchner und die Gerling & Rausch GmbH. Eine Stadtplakette ging seit 1996 unter anderem auch an die Freiwilligen Feuerwehren in Ottersleben und Pechau, an das Akkordeonorchester und das Folklore-Ensemble, an traditionelle Sportvereine und die Johannisloge "Ferdinand zur Glückseligkeit". Der Jubilar unter den Geehrten ist die Malerinnung Magdeburg, die 1997 ihr 800-jähriges Bestehen feierte und dafür eine Stadtplakette in Gold in Empfang nehmen durfte.

Die Stadtplakette hat einen Durchmesser von 105 mm. Sie zeigt auf der Vorderseite das Kloster Unserer Lieben Frauen, den Dom und das Alte Rathaus mit dem Magdeburger Reiter. Die Umschrift auf der Vorderseite lautet Landeshauptstadt Magdeburg. Auf der Rückseite stehen die Jahreszahl DCCCV (für 805) und FUNDATA EST (gegründet), darunter ist ein aufgeschlagenes Buch berühmter Persönlichkeiten Magdeburgs mit dem Stadtwappen als Siegel abgebildet.
Entworfen hat die Stadtplakette der Magdeburger Bildhauer Heinrich Apel, gegossen wurde sie von der Firma Paul Schuster. Mit der Stadtplakette erhalten die Ausgezeichneten eine Ehrenurkunde, die von der Magdeburger Kalligraphin Gudrun Seffers gestaltet wird.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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