02. September 2008. Bundespräsident Horst Köhler liegt es sehr am Herzen, das hohe ehrenamtliche und gesellschaftliche Engagement der Frauen bei der Verleihung von Bundesverdienstorden angemessen würdigen zu können. Er ruft dazu auf, ihm von Frauen zu berichten, die Herausragendes für die Gemeinschaft geleistet haben, damit diese Leistung auch öffentlich gewürdigt werden kann.
Jeder kann eine Person für die Verleihung des Verdienstordens vorschlagen. Die Anregung sollte möglichst konkret die Verdienste der betreffenden Person schildern sowie die Angabe von Referenzpersonen oder –organisationen enthalten. Anregungen für weibliche Personen, die in Kassel leben, können in diesem Zusammenhang an das Haupt- und Bürgeramt, Ursula Füchsel Tel. 787-1217 oder E-Mail: ursula.fuechsel@stadt-kassel.de) eingereicht werden.
Der Verdienstorden ist die höchste staatliche Auszeichnung, die die Bundesrepublik Deutschland vergeben kann. Der Bundespräsident würdigt mit dem Orden Bürgerrinnen und Bürger, die sich über lange Jahre Verdienste im sozialen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen oder kulturellen Bereich erworben haben.
Bislang werden ihm jedoch deutlich weniger Frauen für eine Ordensverleihung vorgeschlagen als Männer. Noch in den achtziger Jahren lag der Anteil bei lediglich 11 Prozent und stieg dann langsam bis 2004 auf 23 Prozent an. Den größten Sprung gab es 2007, als der Anteil auf über 30 Prozent anstieg. Dies ist aber immer noch weit von einer angemessenen Berücksichtigung entfernt.
Weitere Informationen rund um das Vorschlagswesen für die Verleihung des Verdienstordens sind auf der Internetseite www.bundespraesident.de zu finden.
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