Fläche vor IBA-Shop wird neu gestaltet, Teilabschnitt des Elbe-Radwegs saniert
Bauarbeiten beginnen am Mittwoch
Die Fläche vor dem Magdeburger IBA-Shop in der Regierungsstraße wird ab kommenden Mittwoch neu gestaltet. Das künftige Entree soll mehr Aufmerksamkeit auf den Shop lenken, für Radfahrer vom nahe gelegenen Elbe-Radweg besser erkennbar sein und auch bei Veranstaltungen mitgenutzt werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich vier Wochen andauern. Der IBA-Shop bleibt geöffnet.
Zu den Baumaßnahmen gehören unter anderem Erd- und Pflasterarbeiten, Elektroarbeiten für eine künftige Beleuchtung, die Instandsetzung eines Teilabschnitts des Elbe-Radwegs und die bereits genehmigte Fällung eines Baumes am Eingang. Zum Ausgleich werden eine Winterlinde vor dem IBA-Shop und ein breitkegelförmiger Spitz-Ahorn im Breiten Weg am Allee-Center gepflanzt. Der IBA-Shop bleibt während der Baumaßnahmen geöffnet. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr.
Derzeit ist im IBA-Shop die Ausstellung "Elbländer schauen Dich an" mit aktuellen Aufnahmen des Fotografen Michael Kranz zu sehen. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen der für das IBA-Jahr 2010 geplanten Ausstellung "Kulturlandschaft Elbe – Von der Quelle bis zur Mündung" auf Hochtouren. In den nächsten zwei Jahren entsteht im IBA-Shop eine opulente Ausstellung über die Elbe und ihre angrenzenden Städte. Interessierte Besucher können sich während der Öffnungszeiten von den Fortschritten der Ausstellungsgestaltung überzeugen.
Mit der geplanten Ausstellung sollen insgesamt 50 Städte entlang der Elbe aus 19 Regionen vorgestellt werden. Ziel bei der Gestaltung der Exposition ist es, möglichst viele Aspekte der Städte am Fluss zu berücksichtigen. Natur und Kultur, Tradition und Innovation sowie Städtebau und Architektur gehören genauso dazu wie Handel und Verkehr, Geologie und Klima, Ökonomie und Ökologie sowie Sport und Freizeit.
Mit dem IBA-Shop werden die städtischen Vorhaben zur Internationalen Bauausstellung Sachsen-Anhalt 2010 (IBA) stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt. So ist seit dem Eröffnungstag die Fotoausstellung "Magdeburg im Dialog" zu sehen. Die Bilder des Fotografen Matthias Koch dokumentieren den Wandel der Stadt in den vergangenen Jahren. Er hat die Fotografien von der 28 Meter hohen Leiter seines Feuerwehrwagens aufgenommen. Aus dieser Vogelperspektive entstanden extrem scharfe Stadtansichten, die besonders den Wandel des südlichen Stadtzentrums im Blick haben.
Hintergrundinformationen
Die Landeshauptstadt orientiert ihren Beitrag zur IBA 2010 am Leitbild "Leben an und mit der Elbe", denn der Fluss prägt maßgeblich die Identität des Stadtbildes. Aber Stadt- und Flusslandschaft waren im Prozess des stetigen gesellschaftlichen Wandels nachhaltigen Veränderungen unterworfen. Deshalb sollen die Elbe und ihre naturnahen Auen noch stärker als bislang in die Stadtlandschaft einbezogen werden.
Ziele der Magdeburger IBA-Beteiligung sind unter anderem die attraktive Gestaltung von Zugängen zur Elbe und Wegen entlang des Ufers, die Aufwertung der an die Elbe grenzenden Stadtgebiete, die Suche nach Nutzungen für Brachflächen, die Stärkung der städtischen Identität und die Schärfung des Profils als innovative Wissenschaftsstadt.
An drei IBA-Schauplätzen entlang der Elbe werden exemplarisch neue Wege der Stadtentwicklung aufgezeigt:
1. "Mehr Stadt – weniger Landschaft": Der ehemalige Handelshafen wird unter diesem Thema zu einem "Wissenschaftshafen" umgebaut. Er ist bereits heute ein schönes Beispiel für die erfolgreiche Entwicklung am Fluss. Die Landeshauptstadt entwickelt hier ein lebendiges Stadtquartier mit Flächen für Dienstleistungen, Freizeit und Tourismus. Die "Denkfabrik" und weitere wissenschaftliche Einrichtungen qualifizieren den Wissenschaftshafen zu einem Zentrum für Innovation und Wissenstransfer.
2. "Historisches Erbe am Fluss": Zweiter IBA-Schauplatz ist die Altstadt bis hin zum Elbbahnhof. Hier wird zum Beispiel mit der baulichen Entwicklung bisheriger Bahngrundstücke in unmittelbarer Nähe zum Fluss und zum südlichen Stadtzentrum eine neue Phase der Stadtentwicklung entlang der Elbe angestoßen. Ein Teil des Bereiches rund um die Elbe hat bereits wesentlich an Attraktivität gewonnen: die Elbuferpromenade wurde in vielen Bereichen verschönert, der Petriförder mit seinen Schiffsanlegestellen sowie die Lukasklause erstrahlen in neuem Glanz und die neue Brücke über das Schleinufer verbindet die touristisch attraktiven Bereiche des Domplatzes und des Fürstenwalls direkt mit einer begehbaren Ufermauer am Fluss.
3. "Weniger Stadt, mehr Landschaft": Unter diesem Thema sollen die im Südosten gelegenen Stadtteile aufgewertet werden. Hier geht es um die zukünftige Gestaltung großer ehemaliger Industrieareale. Ziel ist die Verlagerung von Gewerbestandorten – weg von der Elbe, hinein in den Bereich zwischen Hauptstraße und Trassen der Deutschen Bahn. Durch diese Verlagerung könnten neu gewonnene Landschafts-, Freizeit- und Wohnbereiche an der Elbe entstehen. Die Siedlungsstrukturen zwischen der Elbe und der Bahnlinie sollen entflochten, die Ortskerne gestärkt und ihr Bezug zur Elbe in den Mittelpunkt dieses IBA-Schauplatzes gerückt werden. Um diesen Prozess erfolgreich zu führen, hat die Stadtverwaltung Strategien für ein Flächenmanagement entwickelt.
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