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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 16.09.2008
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Kinder- und Jugendrat fragt - Politiker antworten Im Rahmen des Projektes zum Thema Kinderrechte hatte der Kinder- und Jugendrat Politiker eingeladen, um mit den politisch Verantwortlichen über die wichtigen Themen der Stadt zu sprechen. Melisa Smajlovic (16) begrüßte die fünf Lokalpolitiker zu der Diskussionsrunde, die von der Journalistin Beate Schwedler moderiert wurde. Pro Redebeitrag gab es eine Minute - eine echte Herausforderung, um die Dinge auf den Punkt zu bringen und verständlich zu erklären. Die Politiker, man merkte es ihnen an, nahmen diese Herausforderung gerne an. Heinz-Dieter Budde (CDU), Michael Hufnagel (SPD), Martina Stenger (FDP), Alexander Platte (Bündnis 90/Die Grünen) und Heike Gosker (UWG) nutzten die Gelegenheit, ihre Ansichten, Meinungen und Pläne darzustellen. Geschlossene Einigkeit demonstrierten die Parteivertreter, wenn es darum ging, die finanziellen Mittel für Spielplätze, für das Kinderweihnachtsdorf oder für den Kinder- und Jugendrat selbst beizubehalten. Die Arbeit des Kinder- und Jugendbüros, darin waren sich alle Parteivertreter einig, sei vorbildlich und teilweise über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Da nicht alle Lokalpolitiker auch im Jugendhilfeausschuss vertreten sind, kannten sie sich nicht immer hundertprozentig mit allen Projekten aus. Alexander Platte wusste bis dato nichts vom Circusprojekt des Kinder- und Jugendbüros, versicherte aber, sich eine der nächsten Aufführungen anzusehen. Ein wichtiges Thema war auch die Frage der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im politischen Prozess. Warum das Wahlalter bei 16, bzw. 18 Jahren liegt, ob Jugendliche auch beim Konzept für Jugendzentren mitreden dürften und welche Voraussetzungen es braucht, um Bürgermeisterkandidat zu werden - es war gar nicht so einfach für die redegeübten Politiker, im Minutentakt auf die Fragen zu antworten. Heike Gosker wusste als Mutter aus eigener Erfahrung zu berichten, dass die Reife der Jugendlichen für bestimmte Entscheidungen unter 16 Jahren noch nicht gegeben ist. Sie schloss sich der Meinung aller anwesenden Politiker an, das Wahlalter so zu belassen wie es ist. Auch vor heiklen Themen wich der Kinder- und Jugendrat nicht aus. Was die Stadt Iserlohn unternehme, um arme Familien zu unterstützen? Was werde getan, um Kinder vor Gewalt in der Familie zu schützen? Mit viel persönlichem Einsatz antworteten die Politiker und zum Beispiel Martina Stenger machte auch klar, wo bei allem Bemühen der Stadt Grenzen der Politik liegen. Auch über so genannte Erziehungscamps wurde diskutiert. Polizist Michael Hufnagel konnte hier sehr praxisnah und anschaulich schildern, dass nicht alle Konzepte zur Erziehung straffälliger Jugendlicher per se schlecht seien. Alle waren sich darin einig, dass Roland Kochs Vorschlag, speziell ausländische Jugendliche in Erziehungscamps unterzubringen, indiskutabel sei. Zum guten Schluss lud Dieter Budde die Jugendlichen zu einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses ein. Dort könnten sie durchaus auch ihre Fragen stellen. Und dann gab er noch zu bedenken, dass mit allen Rechten auch Pflichten verbunden sind. Eine Spezialreinigung der Innenstadt von festgetretenen Kaugummis koste in Iserlohn 15.000 Euro, meinte Budde und stellte diese Zahl in den Vergleich zu den Kosten für andere Projekte der Kinder- und Jugendarbeit in Iserlohn. “Zeigt euch auch verantwortlich für eure Stadt und helft mit. Wenn wir an einer Stelle Geld sparen, haben wir es an einer anderen Stelle mehr zur Verfügung." |
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