Ambrosia-Ausbreitung durch Vogelfutter

22. September 2008. Sie sieht ganz unscheinbar aus, die Beifuß-Ambrosia, aber sie kann für den Menschen gefährlich werden. Darauf hat das Gesundheitsamt Region Kassel jetzt hingewiesen. Ursprünglich kommt die Pionierpflanze aus den Kanadischen Prärien, ist aber heute in den meisten Teilen der USA weit verbreitet und hat sich jetzt, begünstigt durch den Klimawandel auch in weite Teile Europas verbreitet. Die meisten Vorkommen werden in Gärten gefunden, wobei man davon ausgehen kann, dass diese hauptsächlich durch Vogelfutter dorthin gelangen. Die Pollen der Ambrosiapflanzen sind gefürchtet, da sie eine extrem allergene Potenz haben und zu allergischen Reaktionen der oberen Atemwege führen können, wie z. B. Heuschnupfen. Bei genügend hoher Konzentration entwickelt ein besonders hoher Prozentsatz von Menschen Asthma. Durch die späte Blüte kann sich die Beschwerdezeit der Heuschnupfen und Asthma Geplagten verlängern.

Als eine Hauptursache für die Verbreitung und Ansiedlung von Ambrosia wird immer wieder kommerziell vermarktetes Vogelfutter genannt. Da Vogelfutter nicht nur im Garten, sondern auch an Futterplätzen in Parks verwendet wird, gelangen Samen in die freie Landschaft. Wie kann man sich schützen? Bevor die Pflanze blüht, sollten diese komplett ausgerissen werden. Während der Blütezeit, in der Zeit in der die Pollen fliegen sollten dies nur Fachleute machen. Günstig ist auch ein Abmähen der Pflanzen vor der Blütezeit.

Vögel sollte man auch im Winter nicht füttern, es sei denn es liegt eine geschlossenen Schneedecke vor oder es ist bitter kalt. Besser ist es im Garten andere Pflanzen mit Samenbeständen stehen zu lassen, denn das reicht für die Vögel im Winter als Nahrung völlig aus. Verbraucher sollten nur kontrolliertes Vogelfutter kaufen.

(1763 Zeichen)


Bild: Druckansicht Druckansicht

Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@stadt-kassel.de

Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp

Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de

presse-service.de Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.