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documenta-Stadt Kassel

Volkstrauertag in Kassel

31. Oktober 2008. Allen Opfern von Krieg und verbrecherischer Gewalt, von Flucht und Vertreibung wird am Volkstrauertag, 16. November, gedacht. Damit solle an diesem Tag ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt werden, erklärte Oberbürgermeister Bertram Hilgen, zugleich Vorsitzender des Kreisverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., im städtischen Pressedienst.

Hilgen wies daraufhin, dass vor 90 Jahren der Erste Weltkrieg endete, der aus heutiger Sicht vielen als „europäischer Bürgerkrieg“ erscheine. Der Erste Weltkrieg schwinde aus dem Gedächtnis der Nationen. Die Kriegsgräberstätten aber, die er hinterließ, mahnten über den heutigen Tag hinaus zu Einigkeit, Versöhnung und Frieden – nicht nur in Europa.

Um an die Opfer von Krieg und Gewalt zu erinnern, findet am Sonntag, 16. November, 12 Uhr, im Bürgersaal des Kasseler Rathauses eine Gedenkfeier statt. Die Ansprache zum Volkstrauertag hält Prof. Dr. Reiner Sörries, Direktor des Museums für Sepulkralkultur, die Totenehrung wird von Oberbürgermeister Hilgen vorgenommen.

Die Gedenkstunde wird musikalisch vom Kasseler Konzertchor mit seinem Dirigenten Karsten Koch umrahmt. Die Lesungen halten Schülerinnen und Schüler der Georg-August-Zinn-Schule.

Aber auch am Samstag und Sonntag, 15. und 16. November, wird mit Kranzniederlegungen der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. So findet am Samstag, 15. November, um 14 Uhr eine ökumenische Andacht auf dem Hauptfriedhof Kassel im Bereich des Soldatenfriedhofs (Heckershäuser Straße) statt, dem sich ein Gedenken auf dem Ausländerfriedhof anschließt. Um 15.45 Uhr folgt eine Kranzniederlegung auf dem Britischen und Russischen Soldatenfriedhof in Niederzwehren.

Am Sonntag, 16. November, finden Gedenkstunden um 8.15 Uhr auf dem jüdischen Friedhof in Bettenhausen, um 9.15 Uhr am Ehrenmal in der Karlsaue sowie um 11.15 Uhr für die Opfer des Faschismus im Fürstengarten statt.



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