24. Oktober 2008. Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Landrat Dr. Udo Schlitzberger halten den Ausbau des Flugplatzes Kassel-Calden zu einem leistungsfähigen Flughafen für die Region Nordhessen nach wie vor für grundsätzlich möglich. Dies sei positiv zu bewerten, erklärten Hilgen und Dr. Schlitzberger in einer ersten Reaktion auf die Koalitionsvereinbarungen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Die in der Koalitionsvereinbarung für die Realisierung des planfestgestellten Flughafenausbaus formulierten Kriterien beschrieben zum Teil Punkte, die im Aufsichtsrat der Flughafen Kassel-Calden GmbH völlig unstrittig sind. Dabei handele es sich um das Abwarten der endgültigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig und den Ausgang des Notifizierungsverfahrens bei der Europäischen Kommission.
Allerdings habe der in der Verhandlungskommission gefundene Kompromiss weitere substantielle Hürden aufgebaut. „Wir erwarten von der Landesregierung, dass die vertraglichen Vereinbarungen zum Flughafen Kassel-Calden eingehalten werden“, betonen Hilgen und Dr. Schlitzberger. Eine neu zu verhandelnde Anteils- und Kostenverteilung zuungunsten der kommunalen Gesellschafter sei aus Sicht der Stadt und des Landkreises nicht vorstellbar.
Die Frage der betrieblichen Wirtschaftlichkeit eines ausgebauten Flughafens sehen die beiden stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen Kassel-Calden GmbH als hohe, aber überwindbare Hürde. „Der planfestgestellte Ausbau bietet gegenüber allen anderen Alternativen die besten Voraussetzungen dafür, dass der Flughafen wirtschaftlich betrieben werden kann“, so Hilgen und Dr. Schlitzberger.
Die als Alternative zur planfestgestellten Ausbauvariante genannte „Ertüchtigung“ der vorhandenen Start- und Landebahn sei im Rahmen des Raumordnungsverfahrens mitgeprüft und als unwirtschaftlich verworfen worden.
Vor diesem Hintergrund gehen Oberbürgermeister und Landrat davon aus, dass der Weg zu einem ausgebauten und leistungsfähigen Flughafen für Nordhessen durch die Koalitionsvereinbarungen zwar schwerer, aber auch nicht unmöglich wird.
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