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documenta-Stadt Kassel

Albert Lud(e)wig Grimm - 200 Jahre "Kindermährchen"

31. Oktober 2008.

Einem weitgehend unbekannten Märchensammler, der zudem ein Namensvetter der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm war, widmet das Brüder Grimm-Museum eine Sonderausstellung, die am Mittwoch, 5. November 2008, um 20.00 Uhr eröffnet wird.

 

Im Jahr 1808, also vor genau 200 Jahren, erschien im Heidelberger Verlag „Mohr & Zimmer“ ein unscheinbarer Band mit dem Titel „Kindermährchen“, der – vier Jahre vor den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm (1812 – 1815) – unter anderem bereits die Geschichte von „Schneewittchen“ beinhaltete.

 

Sein Herausgeber, der Weinheimer Schriftsteller und spätere dortige Bürgermeister Albert Ludwig (oder auch Ludewig) Grimm (1786 – 1872), ist mit den Kasseler Märchensammlern und Sprachforschern weder verwandt noch verschwägert, gehörte aber in Heidelberg zum Kreis der Beiträger zur romantischen Liedersammlung „Des Knaben Wunderhorn“, die Achim von Arnim und Clemens Brentano herausgaben.

 

Anlässlich des 200. Jubiläums seiner „Kindermährchen“ beleuchtet die Ausstellung das Leben und Wirken Albert Ludwig Grimms und würdigt seine Bedeutung für die Herausbildung der Kinderliteratur in Deutschland. Dabei werden auch die Wechselbeziehungen zwischen den Märchenbüchern A. L. Grimms und den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm dargestellt.

 

Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite des Museums: www.grimms.de

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Albert Ludwig Grimm - Zeichnung

(c) Brüder Grimm-Museum Kassel



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