In Bingum hat der Verkehr zwar eindeutig zugenommen, an der aktuellen Regelung soll aber während der Sperrung der Jann-Berghaus-Brücke nichts geändert werden. Das ist das Ergebnis einer Besprechung der "Arbeitsgruppe Verkehr", die in dieser Woche getagt hat. Beteiligt waren daran Verkehrsfachleute der Stadt und des Landkreises Leer als zuständige Verkehrsbehörden, der Straßenbauverwaltung und der Polizei.
Die jüngsten Verkehrszählungen bestätigen eine Zunahme des Verkehrs gegenüber der letzten Zählung. Dennoch waren sich alle Beteiligten in der Bewertung darin einig, dass der Verkehr durch Bingum dem einer normalen Landesstraße, wie beispielsweise in Jemgum oder Stapelmoor, entspricht. Die Strecke ist auch nicht besonders unfallträchtig. Maßnahmen zur weiteren Beschränkung des Verkehrs für die Zeit der Brückensperrung seien daher nicht erforderlich.
Es bleibe aber die Umleitungsempfehlung in Weener zur Autobahnanschlussstelle Weener/Bunde grundsätzlich bestehen. Entsprechende Schilder in Weener an den Einmündungen zur Bundesstraße 436 im Bereich Nordrand-Siedlung und Risiusstraße sollen dies verdeutlichen.
Die "Arbeitsgruppe Verkehr" betonte, dass der Verkehr auf den Umleitungsstrecken insgesamt, also nicht isoliert für Bingum, betrachtet werden müsse. Dabei sei festzustellen, dass sich der Verkehr gut verteile und es kaum irgendwo Probleme gebe. Eine Änderung könne dagegen möglicherweise zu Schwierigkeiten führen, beispielsweise am Kreisel in Möhlenwarf. Darum solle an dem jetzigen System, an das sich die Verkehrsteilnehmer auch gewöhnt hätten, festgehalten werden. Bekanntlich hatten selbst viele Bingumer Bürger gefordert, die Ortsdurchfahrt nicht weiter für den Verkehr zu beschränken.
Auch soll die Ampelanlage im Bereich der Autobahnabfahrt Weener/Bunde bestehen bleiben. Einzelne Bürger hatten sie für überflüssig gehalten. Festgestellt wurde aber, dass der Verkehr an dieser Stelle auch bei erhöhtem Verkehrsaufkommen gut laufe und keine größeren Wartezeiten entstünden. Ohne Ampelanlage müssten Links- und Rechtsabbieger das Stoppschild beachten, was zu bestimmten Tageszeiten zu Rückstaus auf die Autobahn führen könnte. Die Ampel soll auch zur Reduzierung von Unfallgefahren im Einmündungsbereich der Bundesstraße bestehen bleiben. Zur verkehrsarmen Nachtzeit ist sie bekanntlich allerdings ausgeschaltet.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle, Dieter Backer
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