Weiterbetrieb der Deponie Hängelsberge ist vorläufig gesichert
Genehmigung des Landesverwaltungsamtes liegt vor
Magdeburg.
Die neue Ablagerungsfläche der Deponie Hängelsberge ist inzwischen seit zehn Jahren in Betrieb. Nach einer Einigung mit der Bürgerinitiative Otterleben bezüglich des Weiterbetriebes der vom Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb bewirtschafteten Deponie hatte die Stadt zum Jahresbeginn die weitere Betreibung beantragt. Dies wurde jetzt für zunächst sechs Monate genehmigt. Parallel dazu laufen weitere Untersuchungen.
Seit der Gesetzgeber - im Juni 2005 - strengere Anforderungen an die Ablagerung von Abfällen stellt, gibt es in Sachsen-Anhalt nur noch drei Deponien, die diese Umweltstandards erfüllen. Eine davon ist die Deponie Hängelsberge in der Landeshauptstadt Magdeburg. Der Betrieb dieser modernen Anlage war im Ergebnis eines außergerichtlichen Vergleichs zwischen der Stadt und Bürgern aus Ottersleben zunächst bis zum 8. November 2008 befristet.
„Seitdem die meisten Abfälle, z.B. der gesamte Hausmüll, unter Gewinnung von Strom und Wärme im Müllheizkraftwerk Rothensee verbrannt werden, sind die Ablagerungsmengen auf der Deponie jedoch deutlich zurückgegangen,“ stellt dazu Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz, fest. „Dies ermöglicht eine längere Nutzung der Ablagerungsfläche auf der Deponie Hängelsberge, die insgesamt acht Hektar und ein Volumen von ca. 980.000 Kubikmeter umfasst.“
Wirtschaftlicher Vorteil für die Gebührenzahler: Durch die Verteilung der erheblichen Nachsorgekosten auf eine längere Laufzeit kann die notwendige Erhöhung der Restabfallgebühr um ca. 5 % gemindert werden.
Um den Weiterbetrieb der Deponie zu erreichen, hatte die Stadt erneut Verhandlungen mit den Bürgern des Stadtteiles und dem Bürgerverein „Bürger für Ottersleben e.V.“ aufgenommen. Im Ergebnis intensiver Gespräche einigten sich Stadtverwaltung und Bürger auf eine längere Betreibung.
Daraufhin stellte der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb zu Beginn dieses Jahres einen Antrag auf Weiterbetrieb der Deponie Hängelsberge bis zum Jahr 2023 beim zuständigen Landesverwaltungsamt. Im Rahmen des dazu derzeit laufenden Planfeststellungsverfahrens wird u.a. die Umweltverträglichkeit der Anlage untersucht. Die Genehmigungsbehörde hat zwischenzeitlich den Weiterbetrieb als vorzeitigen Maßnahmebeginn für ein halbes Jahr genehmigt.
Im Oktober 2008 ist eine neue Umladestation auf dem Gelände der Deponie Hängelsberge in Betrieb gegangen. Die Anlage ist ein Ersatzneubau für die bisherige Umladestation, die sich direkt auf der Deponie befand und deren Genehmigung ebenfalls im Oktober 2008 endete. Die moderne technische Einrichtung der neuen Anlage dient der Optimierung der Abfalltransporte. Insbesondere die Abfälle, die zur Verbrennung vorgesehen sind, werden hier über eine Presse in spezielle Presscontainer umgeladen, die etwa die doppelte Menge im Vergleich zu herkömmlichen Containern fassen können. In einem zweiten Bereich der Anlage wird der Straßenkehricht entwässert und umgeladen. Für die Planung und den Bau dieser Anlage hat der städtische Eigenbetrieb ca. eine Mio. € investiert.
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