Kulturprojekte machen Schule – Schule macht Kulturprojekte

27.11.2008 | Herten

NRW fördert zwölf Projekte an Hertener Schulen

Trommelbau, Hip Hop, Theater oder Handyfotografie – die Bandbreite der Kulturangebote außerhalb des normalen Unterrichts ist in diesem Schuljahr groß. Zwölf Projekte werden an Hertener Schulen mit Zuschüssen aus dem Landesprogramm NRW „Kultur und Schule“ verwirklicht. „Das ist klasse“, freut sich Sabine Weißenberg, Mitarbeiterin des städtischen Kulturbüros „Schön, dass die meisten Schulen die Chance wahrnehmen und sich um die Zuschüsse bewerben“.

Bis Mitte nächsten Jahres laufen die Projekte, meistens in Form einer AG (Arbeitsgemeinschaft). Das Kulturbüro hat sich für die Förderung eingesetzt. Denn der Weg von der Idee hin zur Umsetzung des Projekts ist für die Schulen nicht einfach. „Bei der schwierigen bürokratischen Abwicklung helfen wir weiter. Unter anderem formulieren wir Anträge, leiten sie an die entsprechenden Stellen weiter und vermitteln Künstler“, erklärt Sabine Weißenberg.

Im Schuljahr 2006/2007 startete die Landesregierung erstmals das Projekt „Kultur und Schule“ und förderte 700 Projekte in NRW. „Bereits vor Beginn der Fördermaßnahmen haben wir kulturelle Schulprojekte mit städtischen Finanzmitteln unterstützt“, betont Sabine Weißenberg. Möglichst viele kulturell hochwertige Projekte in die Hertener Schulen zu holen, sei der Stadt schon früher besonders wichtig gewesen.

In Herten werden an Goetheschule, Ludgerusschule, Grundschule in der Feige, Bodelschwingschule, Martin-Luther-Schule, Christy-Brown-Schule, Achtenbeckschule und Rosa-Parks-Gesamtschule Projekte finanziert. An Comenius- und Willy-Brandt-Schule sogar jeweils zwei.

Durch „Kultur und Schule“ soll keineswegs der Kunstunterricht ersetzt werden. Vielmehr möchte man die Schüler mit vielen Sparten der Kunst vertraut machen: Theater, Literatur, bildende Kunst oder neue Medien. Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff ist sicher: „Es ist sinnvoll, möglichste früh die Grundlagen für kulturelle Aktivitäten zu legen, damit in unserem Land die positive Grundstimmung für Kunst und Kultur weiter wachsen kann.“

Welches Projekt an welcher Schule in NRW gefördert wird, entscheidet eine Jury. Rund 32.000 Euro kosten die Projekte in Herten und rund 30 Prozent davon muss die Stadt selbst aufbringen. Dies wird durch Mittel aus dem offenen Ganztag, dem Schuletat, den Fördervereinen und dem Kulturbüro geschehen.

Einige Projekte werden in den nächsten Wochen als Serie vorgestellt. Außerdem präsentieren die Schüler auf der nächsten Bildungsbörse „Ein.Blick“ ihre Projekte.

Pressekontakt: Pressestelle, Anne Schwierz, Telefon: 02366/303180, E-Mail: a.schwierz@herten.de