03. Dezember 2008. Freie Plätze im Weihnachtstheater „Der kleine Elefant - Die unglaubliche Geschichte des Kasseler Goethe-Elefanten“ für Schulklassen und Kindergruppen ab sechs Jahren hat das Naturkundemuseum im Ottoneum. Dazu ist der Vortragssaal zu einer großen Theaterbühne mit Plätzen für rund 80 Zuschauer umgebaut.
In der Zeit vom 8. bis 12. Dezember und vom 15. bis 19. Dezember werden täglich zwei Vorstellungen im Ottoneum, von 10 bis 10.45 Uhr und von 11 bis 11.45 Uhr präsentiert. Der Eintritt beträgt drei Euro. Anmeldungen und weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 7 87-40 66, dienstags bis freitags, von 10.30 bis 16.30 Uhr erhältlich.
Zum Inhalt: Noch rannte der kleine Elefant im Indischen Dschungel mit seinem Bruder um die Wette, doch in einem weit entfernten Land namens Hessen-Kassel bahnte sich die große Wende in seinem Leben an… Erzählt wird eine wahre Begebenheit, die sich Ende des 18. Jahrhunderts in Kassel abgespielt hat. Damals regierte ein Landgraf in Kassel, der sich nichts sehnlicher wünschte als einen kleinen Elefanten für seinen Zoo, den er vornehm die „Menagerie“ nannte. An seinem Geburtstag wurde er von seinem Sohn mit einem Geschenk überrascht – einem lebendigen kleinen Elefanten! Wie der kleine Elefant in Indien auf die Welt kam und was er schließlich in seiner neuen Heimat alles erlebte, davon erzählt diese Geschichte. Albert Völkl erweckt die Geschichte des kleinen Elefanten mit vielen bunten Bildern im Stil von Moritatenerzählern, mit Holzfiguren und Schattentheater zum Leben.
Der sogenannte „Goethe-Elefant“ im Naturkundemuseum ist das Skelett eines Asiatischen Elefanten, der 1780 nach sieben Jahren in der Menagerie Friedrichs II. durch einen Sturz verstarb. Es ist eines der ersten präparierten Großsäugerskelette überhaupt. Es wurde im Naturkundemuseum unter Anleitung von Samuel Thomas Soemmerring und Carl Schildbach präpariert. Goethe lieh sich später den Schädel des Elefanten aus, um seine Studien am sogenannten Zwischenkieferknochen zu betreiben. Der Zwischenkieferknochen, den nach damaliger Ansicht Säugetiere hätten und Menschen nicht, galt als Beweis, dass Mensch und Affe nicht nur geistig, sondern auch anatomisch zu trennen seien. Als Goethe den Zwischenkieferknochen schließlich auch beim Menschen entdeckte, hatte dies nicht nur eine wissenschaftliche, sondern auch eine religiöse und philosophische Dimension.
(2397 Zeichen)
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@stadt-kassel.de
Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp
Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.