04. Dezember 2008. Den vielen Kasseler Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die sich in der nordhessischen Großstadt uneigennützig für das Gemeinwohl einsetzen, hat jetzt Oberbürgermeister Bertram Hilgen aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes am 5. Dezember die Anerkennung und den Dank der Stadt ausgesprochen. Im städtischen Pressedienst erklärte der Oberbürgermeister: „Bürgerschaftliches Engagement war schon immer ein Markenzeichen Kassels. Die Stadt lebt von der aktiven Mitwirkung ihrer Bürgerschaft in Vereinen, Verbänden, Initiativen, kulturellen und sozialen Einrichtungen oder in den Kirchen. Das ist das Fundament, das dem Gemeinwesen Kassel Halt gibt.“
Rund ein Drittel der Menschen in Kassel engagiert sich regelmäßig und dauerhaft für seine Mitbürger oder für das Gemeinwohl. Eine noch weitaus größere Zahl von Menschen bringt sich in neuere Erscheinungsformen bürgerschaftlichen Engagements ein, wie etwa beim Freiwilligentag, der in diesem Jahr bereits zum siebten Male stattfand.
„Indem diese Menschen ihre persönliche Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrung einbringen, tragen sie maßgeblich zur Erfüllung kommunaler Daseinsvorsorge, zur Lebensqualität und zum sozialen Frieden in unserer Stadt bei. Und damit macht das Ehrenamt unsere Stadt lebenswert“, meinte Hilgen. Ob allein in den rund 180 Sportvereinen, in den über 200 Selbsthilfegruppen oder den 40 Kleingartenvereinen in Stadt und Region, ob in den verschiedenen Organisationen von Rettungsdienst und Katastrophenschutz, in den Kirchengemeinden, in der Elternarbeit oder in den zahlreichen sozialen oder stadtteilbezogenen Projekten und Initiativen - überall dort sicherten Ehrenamtliche mit ihrer qualifizierten und dauerhaften Mitwirkung wichtige Aktivitäten, Leistungen und Angebote ab. Es sei deshalb der Stadt ein besonderes Anliegen, die ehrenamtlichen Strukturen in der Stadt konkret zu fördern und zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund sei sie bemüht, auch die verschiedenen Formen der Anerkennungskultur beständig weiter auszubauen, unter anderem mit dem Instrument der Ehrenamtskarte. Seit der Einführung der Kasseler Ehrenamtskarte im Jahr 2006 konnte diese an über 800 ehrenamtlich Tätige aus rund 180 Organisationen, Initiativen, Einrichtungen und Vereinen übergeben werden. „Dabei werden nach den vorliegenden Erfahrungen die geforderten Kriterien – zum Beispiel fünf Stunden kostenlosen Arbeitseinsatz pro Woche – in den meisten Fällen von den Aktiven bei weitem übertroffen“, führte der Oberbürgermeister weiter aus.
Es sei ihm persönlich eine große Freude, dass darüber hinaus auch im zu Ende gehenden Jahr erneut zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen mit hochrangigen kommunalen Ehrungen wie der Stadtmedaille, Ehrennadel oder der Ehrenplakette für vorbildgebende und herausragende Leistungen und Verdienste ausgezeichnet werden konnten, so Hilgen abschließend.
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