15. Januar 2009. Es sieht aus wie eine riesige Briefmarke mit leicht zerrupften Rändern, durch die unterschiedliche Strukturierung des Materials in verschiedenen Blautönen schimmernd. Eine Arbeit mit dem Titel „ Wandelement aus Baustellenmaterialien“ von Professor Werner Ruhnau hat Bürgermeister Thomas-Erik Junge jetzt vom Verein Kulturnetz e.V entgegengenommen. Die Arbeit stammt aus der Periode „Die blaue Revolution“ – Klimatisierung des Raumes – zur Erinnerung an die Zusammenarbeit mit Yves Klein in Gelsenkirchener Blau 1957 bis 1960“ und kann in der Artothek in der Stadtbücherei ausgeliehen werden.
Werner Ruhnau hat 1995 sein Grabmal in der Künstler-Nekropole Kassel gestaltet. Angela Landgrebe vom Initiativkreis Künstlernekropole hatte angeregt, ein Werk von Werner Ruhnau für die Artothek anzukaufen. Die Artothek ermöglicht es der Kasseler Bevölkerung, Kunstwerke mit einem Schwerpunkt auf documenta-Kunst auszuleihen. „Es ist im Interesse der Künstlernekropole, in der Künstler zu Lebzeiten ihre eigenen Grabmäler errichten, diese Künstler den Kasseler Bürgerinnen und Bürgern auch unter dem Aspekt des Lebens näher zu bringen“, sagte Angela Landgrebe. Werke der ebenfalls in der Nekropole vertretenen Rune Mields und von Heinrich Brummack sind in der Artothek bereits vertreten.
Dank des Sponsorings der Kasseler Sparkasse konnte der Verein Kulturnetz e.V. jetzt auch ein Werk von Walter Ruhnau ankaufen und durch Schatzmeister Dieter Troup an die Stadt Kassel übergeben.
Bürgermeister Thomas-Erik Junge dankte der Initiatorin Angela Landgrebe, der Kasseler Sparkasse für die Bereitstellung der Mittel sowie dem KulturNetz e.V. für die gute Zusammenarbeit. Die Ruhnau-Arbeit „Wandelement aus Baustellenmaterial“ sei durch ihre hohe Qualität und das Format bestens zur Ausleihe an Interessierte geeignet. Er wünsche sich, so Bürgermeister Junge, dass neben Privatleuten auch Unternehmen und Praxen „Ausleihkunst“ aus der Artothek in ihre Räume hängen.
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