Unternehmen im Gewerbegebiet Herten-Süd

26.01.2009 | Herten

Bürgermeister und Wirtschaftsförderung informieren sich vor Ort

Was läuft gut für die Hertener Wirtschaft und was lässt sich noch optimieren? Das erfuhr Bürgermeister Dr. Uli Paetzel bei einem Besuch im Gewerbegebiet Herten-Süd. Im Wintergarten des RZR diskutierte er – unterstützt von den Mitarbeitern der Wirtschaftsförderung und Leiter Michael Blume – mit rund 30 Unternehmern aus den Gewerbegebieten Süd und Ewald.

Dabei brannten den Unternehmensvertretern, von denen viele schon seit Jahrzehnten am Standort erfolgreich arbeiten, einige Themen unter den Nägeln. Dazu gehörten die bessere Anbindung an das öffentliche Busnetz, genauso wie die zahlreichen Pkw, die vor allem am Wochenende für Verkehrsbehinderungen sorgen. Ausflügler, die die Halde Hoheward besuchen blockieren oftmals Zufahrten.

Ein wichtiges Thema für die Betriebe ist die bessere Ausschilderung ihrer Standorte im Gewerbegebiet. Dr. Uli Paetzel versprach, dass die Stadt die Unternehmen dabei unterstützen wird: „Wir werden ihnen einen Vorschlag zur Ausschilderung machen und sie darüber in einem Brief informieren.“ Das Ziel: Möglichst alle Anlieger sollen sich an einer attraktiveren Ausschilderung und den damit verbundenen Kosten für die Unternehmen beteiligen. Die Stadt übernimmt die Koordination der Aktion.

Angesprochen wurde auch die Sauberkeit der Straßen im Gewerbegebiet Süd. Vor allem von nicht fachgerecht gesicherten Lkw, die das RZR anfahren, landet Müll immer wieder auf den Straßen, so die Anlieger. Abhilfe soll nun von zwei Seiten kommen. Hausherr Hans Moll (Geschäftsführer AGR Betriebsführung) versprach, den anliefernden Firmen noch einmal Hinweise zu geben, wie die Ladung richtig gesichert werden muss.

Gleichzeitig präsentierte Michael Blume den Unternehmern erste Überlegungen, das Gewerbegebiet wieder an das Schienennetz anzuschließen. Gleich neben dem RZR plant das Unternehmen Goodman Germany GmbH ein ca. 40.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum. „Im Zuge dieser Ansiedlung sprechen wir mit der Wanner-Herner-Eisenbahn über einen Gleisanschluss. Damit würde das Gewerbegebiet nicht nur ans öffentliche Bahnnetz, sondern über den Hafen Wanne-West auch an die Schifffahrt angebunden“, so Michael Blume.

Den Besuch von Bürgermeister, Wirtschaftsförderern und Nachbarn nutzte Hans Moll vom RZR zur Präsentation des neuen RZR II. In dem 170 Millionen Euro teuren Projekt laufen die Linien seit Anfang Januar im Probetrieb. Fährt die Anlage auf Hochtouren, wird sie 25 bis 30 Megawatt pro Stunde ins Netz der Stadtwerke Herten einspeisen.

Pressekontakt: Anne Schwierz (Volontärin) Telefon: 0 23 66 / 303 180 E-Mail: a.schwierz@herten.de