03. Februar 2009.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Stadt Kassel das Modellprogramm „Schulverweigerer - Die 2.Chance“ bewilligt. Das teilte jetzt Stadträtin Anne Janz im städtischen Pressedienst mit.
Ziel des Programms ist die Integration zwölf- bis 15-jähriger Schülerinnen und Schüler mit schulverweigernder Haltung in das Regelschulsystem. Dadurch soll die Zahl der Schulabrecherinnen und Schulabrecher gesenkt werden. Für die betroffenen Schüler soll so die Chance auf einen Schulabschluss verbessert werden.
Ein weiteres ambitioniertes Ziel des Projekts ist der Aufbau eines funktionierenden Netztwerkes zwischen den Schulen und der Erziehungshilfe (Maßnahmen des Jugendamtes), um Unterstützungen für Schülerinnen und Schüler früh und effektiv einleiten zu können.
Das Team des Projektes besteht aus den Sozialpädagogen Claudia Knierim, Carmine Biscosi und Detlev Barth. Kontakt aufnehmen kann jeder, der von dieser Problematik betroffen ist: Schüler, die nicht mehr zur Schule gehen oder sich innerlich der Schule verweigern. Eltern, die mit diesem Problem konfrontiert sind und unabhängige Unterstützung wünschen, und Lehrer, die mit diesem Verhalten von Schülern umgehen müssen und Hilfe bei dem Weg aus dieser Sackgasse suchen.
Die Stiftung SPI Sozialpädagogische Institut/Berlin begleitet das Programm im Auftrag des Bundesfamilienministeriums fachwissenschaftlich und hat hierfür eine bundesweite Regiestelle eingerichtet.
Das ESF-Modellprojekt „Schulverweigerung - die 2. Chance“ wird seit Anfang des Jahres vom Jugendamt der Stadt Kassel in Zusammenarbeit mit dem Kasseler Jugendberufshilfeträger JAFKA, Comeniusschule und Josef-von-Eichendorff-Schule durchgeführt.
Stadträtin Janz lobte in diesem Zusammenhang die gewinnbringende Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule.
Das Büro der drei Sozialpädagogen ist montags bis freitags täglich von 9 bis 12 Uhr unter den Telefonnummern 81 64 72 91 und 81 64 72 92 erreichbar. www.zweite-chance.eu, zweite.chance@stadt-kassel.de
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