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„Anonyma - Eine Frau in Berlin“ im Frauenfilmforum

Borken - 03. März 2009. Am Dienstag (17.3.) zeigt das Frauenfilmforum im Kinocenter Borken den Film „Anonyma - Eine Frau in Berlin“. Der Film stützt sich auf die Tagebuchaufzeichnungen einer bis zu ihrem Tod anonym gebliebenen Autorin, die als einzige Frau über die bis heute tabuisierten Vergewaltigungen deutscher Frauen durch Soldaten der Roten Armee am Ende des zweiten Weltkriegs berichtet hat. Das Buch ist ein einzigartiges historisches Dokument, das weltweit Aufsehen erregt und nach seiner deutschen Neuauflage im Jahre 2003 alle Bestsellerlisten gestürmt hat.

Berlin im Mai 1945: Der Krieg ist vorbei, letzte Scharmützel in den Berliner Kiezen sind unbedeutend und gleichen einer Farce. Ängstlich wartet die Zivilbevölkerung in Luftschutzkellern auf das, was da kommen mag. Unter ihnen ist auch eine Fotografin und Journalistin, deren Name nie genannt wird (Nina Hoss als titelgebende Anonyma). Sie ist eine selbstbewusste, intelligente und schöne Frau, deren Ehemann irgendwo an der russischen Front war und jetzt entweder tot oder in Kriegsgefangenschaft ist. In ihren Kiez marschiert die Rote Armee ein und kaum sind die Soldaten angekommen, lassen sie ihren Trieben freien Lauf. Sie lachen, trinken und feiern. Und sie finden Gefallen an den Berliner Frauen. Diese sind wehrlos - sozusagen Aussätzige - und werden von den Soldaten auch so behandelt - denn Berlin gehört jetzt ihnen! Wer sich als Frau alleine auf die Straße wagt, läuft Gefahr, von einem oder auch gleich mehreren Russen vergewaltigt zu werden. Und genau das passiert – gleich mehrfach - auch Anonyma. Sie lässt die Tortur über sich ergehen und bleibt der schrecklichen Situation erstaunlich stark und selbstbewusst. Nach einigen Tagen trifft sie eine Entscheidung: Sie will sich einen Beschützer erobern, einen hochrangigen russischen Militär, der sie körperlich besitzen darf und ihr dafür seine Untergebenen vom Leib halten soll. In Andrej (Evgeny Sidikhin) findet sie einen nachdenklichen Offizier, der sie und ihre Angehörigen fortan schützt. Im Lauf der Zeit entstehen zwischen den beiden echte Gefühle und der eigentliche Plot des Films beginnt: Erzählt wird die Geschichte einer unmöglichen Liebe zwischen zwei Feinden, die fasziniert voneinander sind, aber aufgrund der Umstände nicht zueinander finden können.

Der Film beginnt um 20.30 Uhr. Der Eintritt kostet 3,50 Euro. Vorbestellungen sind möglich unter Tel. 02861-9029922.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de


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