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Wasserwerk Leer: Landkreis hat eine neue Genehmigung erteilt

11. Februar 2009

Der Landkreis Leer hat der "Stadtwerke Leer - Anstalt öffentlichen Rechts" jetzt das Recht zur weiteren Gewinnung von Trinkwasser verliehen. Es gilt für 30 Jahre und lässt eine Entnahme von jährlich bis zu 3 Millionen Kubikmeter Grundwasser zu. Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das Trinkwasser auch in Zukunft in gewohnter Qualität und der benötigten Menge an die Kunden geliefert werden kann.

Die Entnahmemenge entspricht dem bisherigen Recht. Allerdings wurde tatsächlich in den letzten Jahren weit weniger Wasser in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist: nur etwa 1,6 bis 1,8 Millionen Kubikmeter. Die mögliche Steigerung der Wasserentnahme ist Vorsorge für trockene Jahre oder auch für eventuelle Ansiedlungen von Gewerbebetrieben, die viel Wasser benötigen.

Im öffentlichen Verfahren für die neue Bewilligung hatten Anwohner im Bereich Heisfelde Sorgen um Schäden an ihren Häusern durch eine Absenkung des Grundwassers bekundet. Dazu hat der Landkreis als zuständige Wasserbehörde nach Auswertung der umfangreichen Antragsunterlagen und damit verbundenen Gutachten festgestellt, dass die seit Jahrzehnten betriebene Wassergewinnung bislang keine Schäden verursacht hat. Da aber bei einer möglichen Steigerung der Wasserentnahme Auswirkungen auf die Grundstücke der Anwohner nicht von vornherein gänzlich ausgeschlossen werden können, wurde eine umfangreiche Beweissicherung angeordnet.

Sie besteht aus einer Beobachtung der Häuser in einem rechnerisch ermittelten Absenkungstrichter durch einen unabhängigen Bausachverständigen für den Fall, dass mehr als 1,9 Millionen Kubikmeter im Jahr entnommen werden. Daneben finden regelmäßig Messungen der Grundwasserstände statt. Die Ergebnisse einer Beweissicherung sind für die Beteiligten die Grundlage für die Beurteilung möglicher Schadenersatzansprüche. Da eine Erhöhung der Wasserentnahme in diesem Umfang jedoch derzeit nicht erkennbar ist, sind keine negativen Auswirkungen zu erwarten.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Dieter Backer

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