17. Februar 2009. Mit seiner neuen Sonderausstellung „Rotes Eis“ präsentiert das Naturkundemuseum ein nicht nur für Tierschützer bewegendes Thema. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. April jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr sowie mittwochs bis 20 Uhr zu sehen.
In den Installationen und Filmen des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) geht es sachlich um die Argumente für und gegen die kanadische Robbenjagd, die jährlich etwa 300.000 Sattelrobben das Leben kostet. Nachdem man 1987 die Jagd auf Robbenbabys, die schon als Säuglinge vor den Augen ihrer Mütter erschlagen wurden, verboten hatte, wurde auf die etwa sechs Wochen alten Tiere umgeschwenkt, die schon von ihren Müttern verlassen wurden und für einige Tage allein und hilflos auf dem Eis liegen. Das weiche Fell der jungen Tiere wird vor allem in China und Russland zu Fellkleidung und -mützen verarbeitet.
Die Jagd wird, vom Staat Kanada mit Eisbrechern unterstützt, meist von Fischern durchgeführt, die in den Wintermonaten ihren Einkommensverlust ausgleichen wollen. Offensichtlich gelingt es vielen dieser Robbenjäger nicht, einen Unterschied zwischen Fischen und hochentwickelten Meeressäugern festzustellen. Die Ausstellung zeigt dazu teilweise schockierende Bilder und präsentiert schließlich eine detaillierte Gegendarstellung zu allen offiziellen Argumenten für die kanadische Robbenjagd. Gleich im Ausstellungsbereich gibt es die Möglichkeit, sich nach den gesammelten Eindrücken an Protestschreiben zu beteiligen.
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