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Impfaktion 2009 des Veterinäramtes gegen die Blauzungenkrankheit

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17. Februar 2009
Impfaktion 2009 des Veterinäramtes gegen die Blauzungenkrankheit
1.300 Rinder- und 700 Schaf- und Ziegenhalter betroffen
Hochsauerlandkreis.

Das Veterinäramt weist auf den Start seiner diesjährigen Impfaktion gegen die Blauzungenkrankheit  hin. Ab sofort müssen alle Rinder, Schafe und Ziegen ab einem Alter von drei Monaten im Hochsauerlandkreis gegen die Blauzungenkrankheit Virustyp 8 geimpft werden. Die Nutztierhalter sind aufgerufen, die Impfungen bis Freitag, 15. Mai vorzunehmen. Die Impfung ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

 

Die Kosten für den Impfstoff und die Impfgebühren im Rahmen der Gebührenvereinbarung übernimmt die Tierseuchenkasse. Nach der Gebührenvereinbarung fallen in Kleinbeständen mit weniger als 20 Rindern oder 30 Schafen bzw. Ziegen jedoch zusätzliche Kosten an, die der Impftierarzt mit dem Tierhalter abrechnen muss.

 

Betroffen sind im Hochsauerlandkreis etwa 1.300 Rinderhalter mit insgesamt ungefähr 64.000 Rindern und 700 Schaf- und Ziegenhalter mit ungefähr 14.000 Tieren. Die Tierhalter können einen Tierarzt ihrer Wahl mit der Impfung ihres Bestandes beauftragen.

 

Erstmals fallen auch Tiere aus der Mutter- und Ammenkuhhaltung sowie ihre Nachzucht unter die Impfpflicht. Ausnahmen gibt es in diesem Jahr nur noch für Mastrinder, die ganzjährig im Stall gehalten werden. Im Einzelfall besteht die Möglichkeit, Rinder aus der Mutter- und Ammenkuhhaltung von der generellen Impfpflicht zu befreien. Dies kann zugelassen werden, wenn be-sagte Rinder noch nicht gegen die Blauzungenkrankheit geimpft wurden und nachweislich eine natürliche Infektion mit dem Blauzungenvirus Serotyp 8 überstanden haben.

 

Rinder, die bereits im vergangenen Jahr geimpft wurden, sowie alle Schafe müssen einmal ge-impft werden. Ziegen und alle bisher nicht geimpften Rinder benötigen zur Grundimmunisierung zwei Impfungen im Abstand von 21 bis 28 Tagen.

 

Die Blauzungenkrankheit, die durch Mücken übertragen wird, trat im Sommer 2006 erstmals in Nordrhein-Westfalen auf. Die Erkrankung äußert sich mit Fieber, geringem Appetit, Rötungen und Schwellungen der Kopfschleimhäute, vermehrtem Speichelfluss und im fortgeschrittenen Stadium mit einer blau-roten Verfärbung der Zunge. Bei vielen Tieren kommt es zudem zu Fruchtbarkeitsstörungen, Aborten und Einbrüchen in der Milchleistung. Im Jahr 2007 kam es im Hochsauerlandkreis zu erheblichen Verlusten in den Rinder- und Schafbeständen. 2008 hingegen verendete aufgrund der Impfung kein Tier an der Blauzungenkrankheit des Serotyps 8. Die Erkrankung stellt für den Menschen keine Gefahr dar. Sie ist nicht auf ihn übertragbar. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden.



Pressekontakt: Hochsauerlandkreis, j.uhl
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