24. Februar 2009. Die Anpachtung von Grundstücken an der Fulda im Rahmen eines Generalpachtvertrages zwischen der Stadt Kassel und dem Land Hessen, vertreten durch die Hessische Landesgesellschaft (HLG), hat der Magistrat jetzt beschlossen. Danach wird die Stadt nun die Flächen am Fuldaufer ab der Eisenbahnbrücke an der Giesenallee bis nördlich des Grundstücks Auedamm 15 unbefristet von der HLG anpachten. Diese Grundstücke auf rund 1,8 Kilometer Länge und mit einer Gesamtgröße von rund 4,6 Hektar sollen dann an die bisherigen Nutzer unterverpachtet werden.
Alle Vereine erhalten in den kommenden Tagen Post, mit der sie über die Neuregelung informiert werden.
Dem Generalpachtvertrag der Stadt Kassel liegen die hessenweit für alle Landesgrundstücke geltenden Pachtbedingungen zugrunde. Die hieraus resultierenden Verpflichtungen werden in den Unterpachtverträgen auf die einzelnen Vereine übertragen. Der an das Land zu zahlende Pachtzins wird jährlich 0,20 Euro pro Quadratmeter betragen. Der Leiter des städtischen Liegenschaftsamtes, Wolfgang Evers, betonte, dass die Stadt Kassel die entstehenden Pachtgebühren ohne Aufschläge an die Vereine weitergibt.
Wie bisher wird die Pacht der Wassersportvereine der Schulen von der Stadt Kassel getragen. Am 30. September 2008 war ein Generalpachtvertrag ausgelaufen, mit dem das Schuldezernat für die Schulrudervereine Flächen vom Land angepachtet hatte. Die Leistungen der Stadt für die Schulrudervereine sollen nach Art und Umfang der bisherigen Förderung entsprechen. Dies soll künftig auch für die Engelsburg-Schule gelten, deren Wassersportverein seit 2008 ebenfalls ein Grundstück an der Fulda besitzt. Insgesamt handelt es sich um rund 1,2 Hektar Fläche für den Schulsport.
Bei den übrigen Vereinen sollen die Regelungen in den Unterpachtverträgen so abgefasst werden, dass die an das Land zu zahlende Pacht der Stadt Kassel zu erstatten ist. Dies, so Wolfgang Evers, bedeute jedoch keine Schlechterstellung der Vereine, da die Vereine bei einer direkten Anpachtung vom Land ebenfalls diese Bedingungen akzeptieren müssten.
Weitere Pachtverträge mit Vereinen werden im Herbst 2009 auslaufen. Bereits jetzt wurde vereinbart, dass auch diese Flächen in den Generalpachtvertrag einbezogen werden.
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