„Willkommen von Anfang an“ - Magistrat beschließt ein Präventions- und Hilfekonzept für junge Familien

24. Februar 2009. Der Magistrat hat unter dem Titel „Willkommen von Anfang an“ ein Präventions- und Hilfekonzept für junge Familien beschlossen. Das teilte Stadträtin Anne Janz mit. Das Gesundheitsamt Region Kassel hat in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Kassel in dem Präventionskonzept „Willkommen von Anfang an - Gesunde Kinder in Kassel - Aufbau einer Präventionskette“ bereits vorhandene Unterstützungsangebote im Stadtgebiet zusammengestellt und erforderliche weitere Bausteine entwickelt. „Wesentliche Bausteine des Konzeptes sind die Überreichung von Begrüßungspaketen an alle Kasseler Familien mit Neugeborenen und die Ausweitung des Einsatzes von Familienhebammen“, erläuterte Stadträtin Janz.

Mit der Überreichung von Informationsmappen sollen alle schwangeren Frauen und werdende Väter in der Stadt Kassel frühzeitig und umfassend über das Thema „Schwangerschaft“ informiert werden. Die Informationsmappe wird im Gesundheitsamt entwickelt und über die Hebammen und Gynäkologen verteilt.

Als zweiter Baustein sind Begrüßungsbesuche bei allen Familien mit neugeborenem Kind vorgesehen. Ein multiprofessionelles Team bestehend aus Sozialarbeitern/-pädagogen, Kinderkrankenschwestern und Hebammen steht dafür zur Verfügung. Für den Beginn dieses Projektteils ist die zweite Jahreshälfte 2009 vorgesehen. „Bei den Begrüßungsbesuchen steht die gesunde Entwicklung des Kindes im Vordergrund. Das Projekt wird federführend vom Gesundheitsamt betreut und soll schnellstmöglich begonnen werden“, betonte Janz.

Im Baustein drei ist die Ausweitung des Einsatzes von Familienhebammen vorgesehen. Bereits jetzt werden Familienhebammen im Einzelfall im Rahmen der erzieherischen Hilfen des Jugendamtes als eine notwendige und geeignete Hilfe für junge Mütter und Väter in besonders belastenden Lebenslagen eingesetzt. Mit der Durchführung ist das Diakonische Werk als freier Träger der Jugendhilfe beauftragt. In Folge der Einführung der Bausteine eins und zwei wird mit einem verstärkten Einsatz der Familienhebammen gerechnet.

Eine Koordinationsstelle soll die Präventionskette in der Stadt umsetzen. Sie hat die Aufgabe, die dauerhafte Vernetzung der Angebote der freien Träger mit den bestehenden und neu erforderlichen Maßnahmen der Jugend- und Gesundheitshilfe herzustellen und die Einbindung weiterer Berufsgruppen und Institutionen, wie Frauenärzte, Kinderärzte, Hebammen, Kliniken und andere voranzutreiben. Die Koordinatorin hat bereits im Januar 2009 ihre Arbeit im Gesundheitsamt aufgenommen.

Das Projekt „Willkommen von Anfang an“ wird zunächst bis Ende des Jahres 2011 befristet. Anfang des Jahres 2011 soll das weitere Vorgehen auf der Grundlage einer Evaluation geprüft werden.

(2702 Zeichen)


Bild: Druckansicht Druckansicht

Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@stadt-kassel.de

Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp

Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de

presse-service.de Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.