Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 26. Februar 2009
REDIS-Städte entwickeln Ideen für den Wissenschaftshafen
Internationaler Workshop im Alten Rathaus

Magdeburg.

Die Landeshauptstadt Magdeburg ist in der Zeit vom 2. bis zum 4. März Gastgeber für Städteplaner aus sieben europäischen Städten. Die Fachleute treffen sich zu einem internationalen Workshop im Rahmen des EU-Projektes REDIS. Magdeburg hat im Auftrag der EU die Leitung des Projektes übernommen, mit dem v.a. Ideen zur Umgestaltung städtischer Brachen als Wissenschaftsquartiere entwickelt werden sollen.. 

 

In der kommenden Woche werden die Leiter der Magdeburger Wissenschaftseinrichtungen und die Stadtplaner der Landeshauptstadt mit den Vertretern der europäischen Partnerstädte in einem sogenannten „Implementation Lab“ über Lösungsansätze diskutieren, wie man den Wissenschaftshafen noch besser an den Unicampus und die Innenstadt anbinden kann und welches die wichtigsten Voraussetzungen sind,  das Areal für Institute und Unternehmen, aber auch für Dienstleistungseinrichtungen attraktiv zu machen.

 

Direkt am Campus der Universität und in der Nachbarschaft des Max-Planck- und des Fraunhofer-Institutes sowie der Experimentellen Fabrik bietet das ehemalige Hafengelände die besten städtebaulichen Voraussetzungen für ein Wissenschaftsquartier.  Gleichzeitig rückt damit die Stadt ein Stück näher an die Elbe heran. Deshalb ist die Gestaltung des Wissenschaftshafens auch eines der wichtigsten Projekte im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2010 in Sachsen-Anhalt.

 

Am Ende des Workshops am 4. März werden die europäischen Experten ihre Vorschläge dem Magdeburger Oberbürgermeister präsentieren. „Diese Vorschläge werden nicht in der Schublade verschwinden.“, verspricht OB Dr. Trümper. „Sie bilden die Grundlage für einen Internationalen Ideenwettbewerb im Rahmen der IBA, bei dem uns Architekten bis zum Frühjahr 2010 Umsetzungsideen für den Wissenschaftshafen entwickeln sollen.“ Ziel ist, dass sich aus jeder EU-Partnerstadt des REDIS-Projektes ein Architektenbüro am Wettbewerb beteiligt.

 

Alle acht EU-Partnerstädte haben es sich zum Ziel gesetzt, Wissenschaft und Forschung zu wichtigen Triebfedern ihrer Entwicklung zu machen. Damit sollen die großen Herausforderungen der Zukunft sowohl im wirtschaftlichen, als auch im kulturellen und sozialen  Bereich erfolgreich gemeistert werden. Dazu OB Dr. Trümper:“ Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, die Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen zu unterstützen. Nur so wird Magdeburg attraktiv für Studenten und wir können langfristig hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Das ist ein positiver Beitrag zur demografischen Entwicklung unserer Stadt.“

 

Um die  städtebaulichen Voraussetzungen für eine solche Perspektive rechtzeitig zu schaffen, haben sich die acht europäischen Städte im Projekt REDIS zusammengeschlossen. Jeder der Partner hat in seiner Stadt ein eigenes Vorhaben, bei dem Stadtgebiete für eine Wissenschaftsnutzung verändert und entwickelt werden sollen. Damit diese Projekte erfolgreich umgesetzt werden können, fördert die Europäische Union im Rahmen des Programms URBACT dazu den Erfahrungsaustausch. „In den kommenden 2 ½ Jahren haben wir die Chance, durch die internationalen Kontakte neue Ideen für unsere Stadt zu entwickeln. Das Projekt hat aber auch eine gute Außenwirkung, denn mit dem Förderantrag hat  Magdeburg bei der EU sehr positiv auf sich aufmerksam gemacht“ erklärt der Projektverantwortliche Dr. Klaus Puchta.

 

Hintergrund

Im November des vergangenen Jahres war Magdeburg gemeinsam mit sieben Partnern bei der Bewerbung für das Fördermittelprogramm URBACT II erfolgreich. Die Landeshauptstadt hatte den Antrag eingereicht und wird dabei von den Partnerstädten Aarhus (Dänemark), Bialystok (Polen), Halle/Saale, Newcastle (Großbritannien), Manresa (Spanien), Piraeus (Griechenland) und Wien (Österreich) unterstützt.

 

Das Städtenetzwerkprogramm beschäftigt sich mit der Umgestaltung von Stadtteilen in Wissenschaftsquartiere. Magdeburg und Halle (Saale) aus Sachsen-Anhalt sind die einzigen deutschen Wissenschaftsstädte, die die Bundesrepublik in dem Europanetzwerk vertreten. Dafür stellt die EU in den kommenden Jahren insgesamt 710.000 € zur Verfügung.

 

Das Netzwerk will außerdem Guidelines für europäische Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern erarbeiten. Hauptziel der beteiligten Städte ist es, je selbst ein Stadtviertel in ein Wissenschaftsareal um zu wandeln. Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg kann mit der weit fortgeschrittenen Umgestaltung des alten Hafenareals zu einem Wissenschaftshafen dabei besondere Erfahrungen vorweisen.

 

Das „REDIS“-Projekt wird mit europäischen Mitteln aus dem Urbact-II-Programm gefördert. Das Programm kümmert sich um die Förderung von Städten als Motoren für Wachstum und Beschäftigung. Die EU möchte vor allem eine Verbesserung von Innovations- und Wissensindustrie erreichen.  Hauptziele des Projekts sind die Netzwerkbildung, der Austausch von Erfahrungen und Know-how sowie die Sammlung, Auswertung und Aufbereitung von innovativen Lösungsansätzen im Bereich städtischer Entwicklungspolitik.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
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