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Magdeburg, 04. März 2009
EU-Experten übergeben Vorschläge für Wissenschaftshafen an OB Trümper
REDIS-Workshop erfolgreich abgeschlossen

Magdeburg.

                                                                         

30 Städteplaner aus sieben europäischen Städten haben heute ihre Vorschläge für eine zukunftsweisende Gestaltung des Magdeburger Wissenschaftshafens an Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper übergeben. Sie waren für drei Tage in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts gekommen, um die Lage des Wissenschaftshafens zu analysieren und konkrete Ideen für die weitere Entwicklung des Gebietes zu erarbeiten.

 

Dieses „Implementation Lab“ ist Teil des EU-Projektes REDIS, das die Entwicklung von Wissenschaftsquartieren in allen Partnerstädten fördern will. Der  Magdeburger Wissenschaftsbeauftragte Dr. Klaus Puchta leitet dieses Netzwerk der Experten aus  Aarhus (Dänemark), Bialystok (Polen), Halle/Saale, Newcastle (Großbritannien), Manresa (Spanien), Piraeus (Griechenland), Wien (Österreich) und Amsterdam (Niederlande).

 

Zentrales Anliegen des Workshops war die Vorbereitung eines Internationalen Wettbewerbs für Architekten, den die Landeshauptstadt Magdeburg im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA 2010 durchführen will. Für diesen Wettbewerb sind Fragen und Aufgaben formuliert worden, deren Bearbeitung die Entwicklung des Wissenschaftshafens ein entscheidendes Stück voranbringen soll. Zum Aufgabenkatalog gehören die städtebauliche Lösung einer Verbindung zwischen dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität und dem Wissenschaftshafen, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie Vorschläge für architektonische Lösungen zur  unverwechselbaren Gestaltung des Eingangsbereiches. Darüber hinaus sollen im Wettbewerb Lösungen für eine Nutzung des alten Hafenbeckens gefunden werden.

 

Wie können die Freiräume so gestaltet werden, dass der Wissenschaftshafen ein Anziehungspunkt für die Magdeburger in ihrer Freizeit wird? Welche Wegebeziehungen, z.B. durch Brücken über das Hafenbecken, müssen geschaffen werden, um das Gelände besser zu erschließen? Diese und weitere Fragen wurden ebenso diskutiert wie die Suche nach Anziehungspunkten wie einem Ausstellungsbereich oder einem Science-Museum.

 

Alle REDIS-Partner nehmen den Aufgabenkatalog mit nach Hause. Es ist das Ziel, dass sich im geplanten Wettbewerb aus jeder dieser Städte ein Architektenbüro beteiligt. Darüber hinaus wird der Wettbewerb europaweit ausgeschrieben, so dass sich weitere Fachleute beteiligen können. Dazu wird es eine Auftaktveranstaltung im Juni dieses Jahres geben. Die Ergebnisse des Architekturwettbewerbes werden im April 2010 im Rahmen der IBA vorgestellt.

 

Neben der Suche nach städtebaulichen Lösungen stand der Erfahrungsaustausch zu organisatorischen und strukturellen Fragen bei der Entwicklung eines Wissenschaftsquartieres im Mittelpunkt des dreitägigen Workshops. Alle Partner konnten dazu ausgehend von den Projekten in ihren Heimatstädten wichtige Hinweise für eine erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens im Magdeburger Wissenschaftshafen geben. Der Katalog reicht dabei von der notwendigen  Einbindung aller beteiligten Einrichtungen sowie der Bürger in der Nachbarschaft über organisatorische Fragen bis zur Strukturierung der zeitlichen Abläufe. In dieser Diskussion war die Einbindung von EU-Experten besonders hilfreich.

 

 

„Pflücken Sie die ‚low hanging fruits‘!“

Mit dieser Redewendung aus seiner Heimat brachte der wissenschaftliche Direktor des EU-Projektes Dr. Willem van Winden die Herausforderungen, vor denen die Landeshauptstadt steht, auf den Punkt. Es gelte nunmehr, eine zweite Etappe in der Entwicklung des Wissenschaftshafens einzuleiten. Dafür empfehlen die Experten die „Strategie der niedrig hängenden Früchte“, die leicht zu pflücken sind und dennoch gut schmecken – also kleine Schritte mit schnellen Ergebnissen. Auf diese Weise könne auch das nötige Dazugehörigkeitsgefühl entstehen, das von allen Wissenschaftseinrichtungen und den Bürgern getragen werden muss.

 

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper versprach bei der Übergabe der Ergebnisse, dass diese Vorschläge nicht in der Schublade verschwinden werden. Im Gegenteil! „Wir werden die Ergebnisse gründlich analysieren und unsere Schlussfolgerungen daraus ziehen. Magdeburg hat das REDIS-Projekt initiiert, um für seinen Wissenschaftshafen die bestmöglichen Lösungen zu finden. Ich bin sicher, dass der von uns geplante Internationale Wettbewerb durch die Unterstützung von REDIS noch einen wesentlichen Qualitätsschub erhält.“

 

Das EU-Projekte REDIS läuft bis Oktober 2011. In diesem Jahr werden  in weiteren Workshops die Projekte in  Newcastle (Großbritannien), Aarhus (Dänemark) und Manresa (Spanien) ausführlich diskutiert. Die Ergebnisse dieser Workshops werden bei der Entwicklung der dortigen Wissenschaftsareale helfen und gleichzeitig Ideen für den Wissenschaftshafen mit nach Magdeburg bringen.

 

„In den kommenden 2 ½ Jahren haben wir die Chance, durch die internationalen Kontakte und den Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Städten neue Ideen für unsere Stadt zu entwickeln. Das Projekt hat aber auch eine gute Außenwirkung, denn mit der Leitung dieses ambitionierten Projektes hat  Magdeburg bei der EU sehr positiv auf sich aufmerksam gemacht“, so Magdeburgs Wissenschaftsbeauftragter Dr. Klaus Puchta.

 

 



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