06. März 2009. Zur Zeit findet in Mainz die erste Nationale Impfkonferenz statt. Gesundheitsdezernentin Anne Janz nimmt die erste Nationale Impfkonferenz zum Anlass, aus ihrer Sicht auf die Notwendigkeit eines hohen Impfschutzes für die Kasseler Bevölkerung hinzuweisen. „Durch die gute Zusammenarbeit des Gesundheitsamtes der Region Kassel mit der niedergelassenen Ärzteschaft, und hier vor allem mit den Haus- und Kinderärzten, wird es der Bevölkerung leicht gemacht, die erforderlichen Schutzimpfungen zu erhalten“, betonte die Dezernentin am Freitag im städtischen Pressedienst. Die öffentlich empfohlenen Impfungen würden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, so dass niemand befürchten müsse, aus Geldmangel auf eine notwendige Impfung verzichten zu müssen. „Nicht einmal die Praxisgebühr wird fällig, wenn jemand zum Impfen geht!“, stellte Anne Janz klar und appellierte noch einmal eindringlich an die Bevölkerung, die bestehenden Möglichkeiten zu Schutzimpfungen auszuschöpfen. Beratungen zum Thema Impfungen bieten die niedergelassenen Ärzte, vor allem die Kinder- und Hausärzte, sowie das Gesundheitsamt an.
Obwohl Impfungen nachweislich der beste Schutz gegen die Ausbreitung von Infektionskrankheiten für den einzelnen wie für die Gesamtbevölkerung darstellen, zeigen sich in Deutschland immer noch deutliche Defizite beim Impfschutz der Bevölkerung, insbesondere wenn es um Auffrischungsimpfungen gegen Tetanus und Diphtherie geht, um Keuchhusten und Hepatitis B sowie vor allem auch die Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln. So ist die Bundesrepublik Deutschland leider noch meilenweit davon entfernt, masernfrei zu werden, ein von der WHO weltweit angestrebtes Ziel, bei dem Deutschland unter den entwickelten Ländern zu den Schlusslichtern gehört. Mehrere Masernausbrüche in den vergangenen Jahren in Deutschland sind ein trauriger Beleg dafür.
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