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Magdeburg, 09. März 2009
Rauchmelder können Leben retten!
Am Freitag ist bundesweiter Rauchmeldertag

Am kommenden Freitag, den 13. März 2009, geht der bundesweite Rauchmeldertag in die vierte Runde. Ziel dieses Aktionstages ist es, am "Freitag, dem 13." viele Menschen daran zu erinnern, dass privater Brandschutz keine Glückssache ist. Auch die Magdeburger Berufsfeuerwehr ruft dazu auf, qualitätsgeprüfte Rauchmelder zu kaufen, sie zu installieren und regelmäßig zu kontrollieren.

 

In Deutschland sterben bei Bränden jährlich ca. 600 Menschen, etwa 60.000 werden verletzt. In rund 70 Prozent der Fälle werden die Brandopfer nachts zwischen 23.00 und 7.00 Uhr im Schlaf überrascht. Rauchmelder in den Wohnungen sind oftmals nicht vorhanden. Sie könnten dabei eine lebensrettende Hilfe sein.

 

Einsätze der Magdeburger Feuerwehr zeigten bereits, wie wirkungsvoll Rauchmelder bei einer Früherkennung von Bränden sind und dabei Leben retten können. So geriet im Juni 2007 in einem mehrgeschossigen Wohnhaus ein Geschirrspüler in Folge eines technischen Defektes in Brand. Der Rauch verbreitete sich im ganzen Haus und löste die Rauchmelder aus, die sich im Flur des Erd- und Obergeschosses befanden. Ein Hausbewohner, der im Obergeschoss geschlafen hatte, wurde durch das akustische Signal des Rauchmelders rechtzeitig gewarnt und konnte sich selbst retten. Durch das frühzeitige Erkennen des Brandes und die schnelle Alarmierung konnte die Feuerwehr größeren Schaden verhindern.

 

In jedem Haushalt kann es durch Defekte an elektrischen Haushaltsgeräten oder durch Unachtsamkeit beim Umgang mit offenem Feuer oder Licht jederzeit zu lebensgefährlichen Bränden kommen. Schon geringe Rauchkonzentrationen, wie sie zum Beispiel bei einem Schwelbrand auftreten, können durch Rauchmelder wahrgenommen werden. Die Rauchmelder sind weitaus sensibler als der menschliche Geruchssinn.

 

Rauchmelder können zwar keine Brände verhindern, warnen jedoch rechtzeitig vor gefährlichem Brandrauch und erhöhen die Chance, gerettet zu werden. Sie können schnell und einfach installiert werden und sollten mit dem CE-Zeichen und der Angabe EN 14604 gekennzeichnet sein. Als Frühwarngeräte geben Rauchmelder ein optisches und akustisches Signal, sobald sich lebensbedrohliche Rauchgase bei einem Brand entwickeln.

 

 

 

Durch eine Batterie sind die Geräte netzunabhängig. Das Nachlassen der Batterieleistung wird akustisch signalisiert. Einige Gerätetypen können auch untereinander, z. B. mit einer Funkvernetzung, verbunden werden. Beim Auslösen eines Rauchmelders geben dann alle angeschlossenen Melder ebenfalls einen Signalton ab.

 

Bei der Installation von Rauchmeldern wird zwischen einem "Mindestschutz“ und einem "erhöhtem Schutz" unterschieden. Beim Mindestschutz sollte vor jedem Schlafraum (z. B. Kinderzimmer, Schlafzimmer) und in Einfamilienhäusern in jedem Geschoss ein Rauchmelder installiert werden. Beim "erhöhten Schutz" sollten in jedem Wohn -und Schlafraum sowie auf Dachböden und in Kellerräumen (außer Küchen und Bäder) diese Frühwarngeräte angebracht werden.

 

Da der Rauch immer zuerst nach oben steigt, ist der beste Platz für einen Rauchmelder in der Mitte der Zimmerdecke. Die Rauchmelder werden mit Montagematerial geliefert und sind nach den Hinweisen der Bedienungsanleitung zu montieren. Durch magnetische Montagesysteme, die zwischenzeitlich für alle gängigen Rauchmelder angeboten werden, kann das Bohren für Haltesysteme der Rauchmelder entfallen.

 

Der bundesweite Rauchmeldertag wurde vom Deutschen Feuerwehrverband und dem Forum Brandrauch-Prävention der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes 2006 ins Leben gerufen. Die Feuerwehren in Deutschland schätzen den Ausstattungsgrad mit Rauchmeldern in Wohnungen und Häusern noch als sehr gering ein, während  in den USA bereits rund 90 Prozent, in Großbritannien etwa 75 Prozent und in Schweden rund 70 Prozent aller Haushalte bereits mit den lebensrettenden Rauchmeldern ausgestattet ist.

 

In Sachsen-Anhalt gibt es bislang keine verpflichtende Regelung zum Einbau von Heimrauchmeldern. Der Landesfeuerwehrverband hat in diesem Zusammenhang den Minister für Landesentwicklung und Verkehr wiederholt aufgefordert, dies schnellstmöglich zu ändern, bislang aber ohne Erfolg.

 

Weitere Tipps finden Verbraucher im Internet unter www.rauchmelder-lebensretter.de oder bei ihrer Feuerwehr.



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Stadt Magdeburg
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