Weitere Untersuchungsergebnisse, Optimierungen und Bürgerbeteiligung - Umgestaltung Friedrich-Ebert-Straße, Goethestraße und Germaniastraße auf einem guten Weg

10. März 2009. Die überarbeitete Planung und erstmals die Verkehrssimulation für die Friedrich-Ebert-Straße und Goethestraße werden im Ortsbeirat West am Mittwoch, 11. März, 19 Uhr, im Sitzungsraum des Nachbarschaftstreffs „Hand in Hand e.V.“, Goethestraße 154 und im Ortsbeirat Mitte am Donnerstag, 12. März, 19 Uhr, im zukünftigen Stadtteiltreff, Mittelgasse 22, vorgestellt.

Die Verkehrssimulation für die Friedrich-Ebert-Straße ist gemeinsam mit dem Erläuterungsbericht zur Planung im Internetportal der Stadt Kassel www.stadt-kassel.de ab Freitag, 13. März, verfügbar.

Der vorgelegten Vorplanung liegt ein intensiver Diskussionsprozess innerhalb der Stadtverwaltung, mit der KVG, den Anliegern und mit ortsansässigen Planern und einer breiten Öffentlichkeit zu Grunde. Eine aktuelle und umfangreiche Befragung durch den „Runden Tisch Friedrich-Ebert-Straße“ war eine wesentliche Grundlage, um die Sorgen und Probleme der Anlieger genau zu erfassen. Ziel der Planung ist es, diese Probleme durch eine Umgestaltung so weit wie möglich zu beheben. Ferner wurden eine Analyse der Parkplatzauslastung ebenso wie Verkehrszählungen, eine Erhebung des Wirtschafts- und Lieferverkehrs und eine Auswertung von Unfallpunkten durchgeführt.

Die Vorplanung wurde am 5. Februar 2009 in einer gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte West und Mitte erstmals öffentlich vorgestellt, anschließend am 12. Februar und am 24. Februar durch den Magistrat Anliegerversammlungen durchgeführt. Auf diesen Terminen und parallel durch viele Gespräche, Presseberichte, Telefonate, Briefe, E-Mails und Einträge im Internet-Blog hat ein reger Austausch zwischen Anliegern, Gewerbetreibenden, Vertretern der Politik und Bauverwaltung stattgefunden.

Die Umgestaltung wurde intensiv und teilweise kontrovers diskutiert. Hauptkritikpunkte waren ein als zu hoch empfundener Verlust von Parkplätzen und die Befürchtung, dass es zu Staus kommen könnte.

Insgesamt wurde die Initiative der Stadt bezüglich einer Umgestaltung mehrheitlich von den Anliegern begrüßt. Die aktuelle Fördersituation bietet die Chance, die seit mehr als 30 Jahren gewünschte Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße und Goethestraße endlich umzusetzen und ein positives Signal in der Quartiers- und Stadtentwicklung zu setzen, von dem alle profitieren können.

Als Ergebnis der aktuellen Diskussion wurde die Vorplanung in drei wesentlichen Bereichen gegenüber der am 5. Februar 2009 vorgestellten Version verändert:

1.In der Goethestraße wurde im Abschnitt III auf eine zweite Haltestelle unter Beachtung des Parkdrucks, vor allem in den Abendstunden, verzichtet. Die Haltestelle der Straßenbahn verbleibt nach der Umgestaltung am jetzigen Standort Goethestraße/Querallee. Durch die Umgestaltung in diesem Abschnitt entfallen statt der 22 Stellplätze (Stand 5. Februar 2009) nur noch 10 Stellplätze.

2.Im Abschnitt I Annastraße - Ständeplatz konnte die Planung der Friedrich-Ebert-Straße weiter optimiert werden, so dass statt der 7 Stellplätze (Stand 5. Februar 2009) nur noch 5 Stellplätze durch die Umgestaltung in diesem Abschnitt entfallen.

3.In einem Ortstermin wurde die Aufteilung des zukünftigen Querschnitts der Friedrich-Ebert-Straße im Abschnitt V zwischen Bebelplatz und Karl-Marx-Platz einvernehmlich zwischen Ortsbeirat West, Anliegern und Stadtverwaltung mit 4,20 m breiten Gehwegen und beidseitigen Baumreihen abgestimmt.

Durch die Änderungen konnte die Planung spürbar, konsensfähiger gestaltet werden.

Weiterhin bestätigen die nunmehr vorliegenden Leistungsfähigkeitsberechnungen und die Verkehrssimulation, dass das Projekt verkehrlich unbedenklich ist. Staus entstehen nicht, weder der Kfz-Verkehr noch die Straßenbahn werden behindert. So kann die Verkehrsqualität insgesamt spürbar verbessert werden, da durch den Mittelstreifen und den Fahrradstreifen die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erheblich gesteigert werden kann. Vor allem Kinder und ältere Fußgänger können nach dem Umbau die Friedrich-Ebert-Straße überall sicher queren.

Nur im Dialog kann diese wichtige, aber kontrovers diskutierte Maßnahme weiterentwickelt werden. Daher soll eine weitere Befragung der Anlieger im Frühjahr Rahmenbedingungen für die weitere Planung schaffen. Diese weitere Konkretisierung der Planung wird sowohl eng mit den beteiligten Ortsbeiräten wie auch mit den Anliegern abgestimmt, auch der „Runde Tisch Friedrich-Ebert-Straße“ wird eingebunden.

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