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Pressemitteilung vom
16. März 2009
Nordhessen soll eine fahrradfreundliche Region werden
Kinder- und Jugendwettbewerb „Nordhessen R-fahren“ vom 13. März bis 1. Juni 2009

Noch ist es eine Vision: Ganz Nordhessen ist von einem dichten Radwegenetz durchzogen, überall sind ausreichend Stellplätze für Räder vorhanden, das Fahrrad ist ein Verkehrsmittel wie jedes andere, und seine Benutzung birgt kaum Gefahren. Damit das Realität wird, entwickeln Kinder und Jugendliche aus fünf nordhessischen Landkreisen beim Wettbewerb „Nordhessen R-fahren“ Ideen, wie der Schulweg fahrradfreundlicher oder das Radewegenetz enger geknüpft werden kann. Ihre Vorschläge werden später an die die Städte und Landkreise weitergeleitet.

Der Wettbewerb „Nordhessen R-fahren“, der am 13. März startet, wird von der Kasseler Universität gemeinsam mit der Zukunftsinitiative Nordhessen sowie der Stadt und dem Landkreis Kassel veranstaltet. Die in der Zukunftsinitiative zusammengeschlossenen Unternehmen der Region und die beiden Kommunen finanzieren den Wettbewerb, er ist bundesweit der erste seiner Art, der wissenschaftlich begleitet wird.

 

„Die Zukunftsinitiative will neues Interesse für das Fahrradfahren entfachen“, kündigt deren Koordinator Stefan Rötzel an. Karoline Opitz und Bettina Lomen, Mitglieder der Initiative, hatten die Idee für den jetzt beginnenden Wettbewerb. In Prof. Dr.-Ing. Helmut Holzapfel, Leiter des Fachgebiets Integrierte Verkehrsplanung an der Kasseler Universität, fanden sie einen engagierten Partner. Der Wettbewerb „Nordhessen R-fahren“ ist eins von mehreren Projekten, mit denen die Zukunftsinitiative die Fahrradmobilität in der Region fördert. Daneben sind Konzepte für Fahrrad-Verleih-Stationen sowie für ein Transportsystem, mit dem das Einkaufen per Rad einfacher wird, in Arbeit. „Mittlerweile sind viele gute Lösungen entstanden, die den Nutzen des Rades erhöhen“, meint Stefan Rötzel, „Fahrräder mit elektrischem Zusatzmotor bewirken auch bei Steigungen ein bequemes Fahren, auch für die Mitnahme von Kindern gibt es gute und sichere Lösungen“. Wenn es Stadt- und Verkehrsplanern gelingt, das Fahrrad besser in das Verkehrssystem und den Öffentlichen Personennahverkehr zu integrieren, ergeben sich die viele Vorteile für die Region ganz von selbst, so Rötzel. „Das Fahrradfahren wird attraktiver, Schadstoff-Emissionen werden vermindert, der Verkehr wird entschleunigt, die Menschen erfahren aktiv und gesundheitsbewusst ihre Region.“

Das Konzept für den Wettbewerb „Nordhessen R-fahren“  entwickelten Studenten und Wissenschaftler des Fachgebiets Integrierte Verkehrsplanung am Institut für Verkehrswesen der Universität Kassel. Sie rufen Schüler und Lehrer dazu auf, sich zwei Monate lang im Unterricht mit verschiedensten Aspekten des Radfahrens zu beschäftigen. Studenten erarbeiteten gemeinsam mit Pädagogen Handbücher für die Grundschule und die Sekundarstufe, die Anregungen für den Unterricht geben. Radfahren kann nun in Deutsch oder in Geografie genau so wie in Sport zum Thema werden. Die Handbücher werden nach der Anmeldung zum Wettbewerb zugesandt, sie können auch im Internet unter www.R-fahren.de heruntergeladen werden.

Die Schüler sollen nicht nur etwas über Radwegeplanung, Fahrradtechnik oder die Sicherheit beim Radfahren lernen, sondern auch ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass sie „ihre Umwelt verändern können“, wie es Projektleiter Joachim C. Otto vom Institut für Verkehrswesen formuliert. „Wir wollen jedoch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommen, sondern vor allem die Freude am Radfahren vermitteln.“ Während des Wettbewerbs können Kinder und Jugendliche buchstäblich erfahren, dass sie mit dem Rad „ein Stück Freiheit gewinnen und ihren Aktionsradius nicht erst mit dem Autoführerschein erweitern können“, so Otto. Die Infrastruktur für ein flächendeckendes Radwegenetz in Nordhessen muss aus der Sicht des Projektleiters nicht völlig neu aufgebaut werden: „Es gibt viele gut ausgebaute Wirtschaftswege, die auch Radfahrer nutzen können, sie müssen lediglich gut ausgeschildert, kartiert und erweitert werden, die Investitionen dafür sind vergleichsweise gering“.

400 nordhessische Schulen der Grund- und Sekundarstufe sind zum Wettbewerb „Nordhessen R-fahren“ eingeladen worden. Daneben könne sich Fachoberschulen, berufliche Schulen, Jugendzentren und- gruppen beteiligen. Und zwar mit Plakaten, Videos oder journalistischen Beiträgen. Einsendeschluss ist der 1. Juni. Den Siegern des Wettbewerbs winken attraktive Preise, zum Beispiel ein Geschicklichkeits- und Sicherheitstraining, Fahrradzubehör, Gutscheine oder Klassenfahrten. Alle Wettbewerbsbeiträge werden ab Juli bei Ausstellungen in Rathäusern, Schulen und Gemeindehäusern gezeigt.

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb:

Universität Kassel, Institut für Verkehrswesen, FG Integrierte Verkehrsplanung                

Gottschalkstraße 28, 34109 Kassel            

Prof. Dr.-Ing. Helmut Holzapfel, Tel.: 0561/804-3223               

Dipl.-Ing. Joachim C. Otto, Tel.: 0561/804-3221               

joachim.otto@uni-kassel.de

 

Internet: www.R-fahren.de und www.zukunftsinitiative.org

 

Der Wettbewerb Nordhessen „R-fahren“ wird von folgenden Sponsoren unterstützt: HÜBNER GmbH, Johannes Fehr GmbH & Co. KG, Publicpress Publikationsgesellschaft mbH, Bikemax, Busch+Müller KG, Fahrradhof, Jürgen Hampe (Der Rad Profi), Hebie GmbH & Co KG, Kompass Karten GmbH, Rohloff AG, Schwalbe (Ralf Bohle GmbH)

Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
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