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| Pressemitteilung vom 17. März 2009 |
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Erziehungsberatung informiert über PC-Nutzung durch Kinder Wolfhagen/Kreis Kassel. „Was ihr Kind am PC so treibt und wie viele Stunden Kinder in virtuellen Welten unterwegs sind – davon haben Eltern meist nur vage Vorstellungen“, informiert Franziska Schlag von der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Kassel. Deshalb habe der Kreis die Informationsreihe „Mein Kind ist online!“ gestartet, die in der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen ihren Auftakt hatte. Für Kinder gehöre der PC zu den wichtigsten Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. „Pauschale Verbote bringen daher meist nichts“, weiß Schlag. Die Neigung, die PC-Nutzung zu verurteilen, sei für Eltern und Lehrer der falsche Weg. Schlag: „Man verzichtet dann auf seinen Einfluss und die Chance, sich durch gemeinsame Zeit am Computer eine eigene Meinung zu bilden“. Zusammen mit dem Diakonischen Werk will die Erziehungsberatungsstelle des Kreises Eltern und Lehrer dafür sensibilisieren, welche Bedeutung die „mediale Lebenswelt“ für Kinder und Jugendliche hat, was fasziniert und wo die Risiken und die Gefahren zu sehen sind. Philip Theis von der Suchtberatung „Real life“ des Diakonischen Werks erläuterte 54 Eltern und Lehrern, wie man auch ohne generelle Verbote die Computernutzung steuern kann. „Auch wenn Eltern selbst keinen Spaß an Spielen und chatten finden und das Handy nur zum Telefonieren und für SMS benutzen, sollten sie aktives Interesse an der Lebenswelt ihrer Kinder zeigen und sich nicht nur über das Bezahlen beteiligen“, so Theis. Eltern sollten zusammen mit ihren Kindern „online“ gehen und sich Spiele, ICQ (ein spezielles Chat-Programm eines Internetdienstleisters) und Schüler VZ (ein webbasiertes soziales Netzwerk für Schüler) zeigen und erklären lassen. Theis: „Das auch dann, wenn ihnen mühevoll, fremd und langweilig vorkommt und Zeit kostet“. Diese Zeit sei „auf jeden Fall“ sinnvoll investiert, da man die Freizeitgestaltung seines Kindes kennen lernt und den Überblick über die PC-Nutzung der Kinder erhält. „Informationen aus erster Hand sind auch in diesem Fall die besten“, so Theis weiter. Aus Sicht des Experten werde Spielen und chatten dann problematisch, wenn die Aufmerksamkeit des Kindes und sein Denken ganz an die Spiele gebunden ist und soziale Kontakte und Freundschaften darunter leiden. „Wenn Konzentration in der Schule schwierig wird, Konflikte nicht mehr im wirklichen Leben gelöst werden, sondern ungelöst in eine virtuelle Ersatzwelt geschoben werden, dann stimmt etwas nicht“, betont Theis. In diesen Fällen sollten Eltern und Lehrer miteinander reden und sich an die Erziehungsberatungsstelle, an den Schulsozialarbeiter oder an die Beratung „real life“ des Diakonischen Werks wenden. Ansprechpartner: Büro der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Kassel, Tel.: 0561/1003-1580 Mail: kathrin-heinemann@landkreiskassel.de Projekt „Real Life“, Diakonisches Werk Kassel, Tel: 0561/93895-0, Mail: Real-life@dw-kassel.de Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
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Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
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