Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 19. März 2009

Beginen wieder in Bocholt

Historisches Datum zur Vereinsgründung am 24. März 2009

Bocholt (pd).

Genau 700 Jahre nach der ersten urkundlichen Nennung des „Lüttycke Beckinenhues" am 24. März 1309 wird es einen neuen Start mit Bocholter Beginen geben und zwar am Dienstag, 24. März 2009 um 19.30 Uhr, im Kolpinghaus.

Schon Ende des 13. Jahrhunderts gab es erste Beginen in Bocholt. So findet sich die erste urkundliche Erwähnung des „lüttyke beckinenhues" oder des Schwarzen Klosters in Bocholt am 24. März 1309 auf dem heutigen Gelände des Kolpinghauses. Das „Kleine Beginenhaus" ist eine religiöse Gemeinschaft von Jungfrauen und Witwen, die sich – ohne eigentliche Klostergebäude – zu einem gemeinsamen, gottesfürchtigen und keuschen Leben verpflichten.

Im Jahre 1332 sind 10 "rechtsgläubige und ehrbare Beginen" namentlich bekannt und so lebten im 14. Jahrhundert 13 Beginen im „zwarten cloester" in Bocholt. Im 15./16. Jahrhundert gab es eine Wandlung zu einer gewissen Lockerung der Statuten und mehr weltlichem Geist, wo auch bescheidene Backsteinbauten die Fachwerkhäuser der Beginen ersetzten. Im Jahre 1556 erfolgte die Um benennung des zwarten cloesters in „Schwarzes Stift". Im Jahre 1803 erfolgte im Zuge der Säkularisation die Schließung und Übernahme des Stifts und des Grundbesitzes vom Fürsten Salm-Salm und der Verkauf der Häuser.

Auf den Tag genau 700 Jahre später findet die Gründungsversammlung der Bocholter Beginen um 19.30 Uhr im Kolpinghaus – am historischen Ort der „zwarten Züsters" – statt. Die heutigen Beginen in Bocholt streben auch ein gemeinsames Wohnprojekt an, aber eher im Sinne von Mehrgenerationenwohnen. Auch sonst haben sich einige Ziele verändert. Geblieben ist aber der Gedanke, die Beginenkultur in Bocholt zu entwickeln und fördern, soziales und kulturelles Engagement sowie die Unterstützung von Frauen zu fördern. Und vor allem das Motto der Beginen feiern – feiern - feiern.

Wer sich diesem spannenden Thema widmen möchte, ist herzlich eingeladen, am 24. März um 19.30 Uhr im Kolpinghaus diesem historischen Moment beizuwohnen. Interessierte können sich an die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bocholt, Annette Hünting,Tel.-Nr. 0 28 71/95 31 51, E-Mail: annette.huenting@mail.bocholt.de für weitere Informationen wenden.

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Fachbereich Zentrale Verwaltung, Partnerschaftsbeauftragte Petra Taubach, Telefon 0 28 71 95 33 28, E-Mail: ptaubach@mail.bocholt.de