Gesprächsrunden mit Politikern unterstützen Ausbildung junger Menschen in der Magdeburger Stadtverwaltung
Beigeordneter Holger Platz zieht erfolgreiche Zwischenbilanz
Rund 16 Monate nach dem Start eines Projektes für mehr Demokratieverständnis junger Auszubildender hat Magdeburgs Beigeordneter Holger Platz eine erfolgreiche Zwischenbilanz gezogen. In bislang mehr als 40 Gesprächsrunden bekamen angehende Verwaltungsfachangestellte der Landeshauptstadt umfangreiche Einblicke in die Arbeit des Stadtrates und seiner Ausschüsse. Die Diskussionsforen werden fortgesetzt.
Die Idee für Gesprächsrunden hatten Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz, und die Leiterin des Studieninstitutes für kommunale Verwaltung Sachsen-Anhalt e.V., Gabriele Reichel. Unter dem Titel "Demokratierepräsentanten" luden sie bereits 2007 Führungskräfte aus Politik und Verwaltung in den Unterricht des Instituts ein. Zu den bisherigen Gästen, die mit angehenden Verwaltungsfachangestellten aus ganz Sachsen-Anhalt diskutierten, gehören unter anderem Landtagspräsident Dieter Steinecke, Sachsen-Anhalts Justizministerin Prof. Dr. Angela Kolb und Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.
"Basierend auf den Gesprächsrunden im Studieninstitut hat die Magdeburger Stadtverwaltung 2008 ein separates Gesprächsforum für ihre künftigen Verwaltungsfachangestellten ins Leben gerufen", so Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz. "Einmal im Monat diskutieren insgesamt 45 Auszubildende – verteilt auf drei Gesprächskreise – in lockerer Atmosphäre mit einem Mitglied des Stadtrates. Große Unterstützung erhält die Verwaltung dabei von den Stadtratsfraktionen."
Ziel der Gesprächsrunden ist es, den Auszubildenden die politische Arbeit des Stadtrates und seiner Ausschüsse näher zu bringen und den Prozess politischer Entscheidungsfindungen aufzuzeigen. Zu den bisherigen Themen gehören aber auch der Volksaufstand von 1953 in der DDR und das vielfältige Magdeburger Engagement gegen Rechtsextremismus.
"Die Kenntnisse über demokratische Prozesse und Beteiligungsmöglichkeiten stärken die Kommunikationsfähigkeit der Auszubildenden und sind eine wesentliche Voraussetzung für den späteren Kontakt und Umgang mit unseren Bürgerinnen und Bürgern", begründet der Kommunalbeigeordnete das Engagement der Stadtverwaltung bei der Ausbildung junger Menschen. "Damit passen wir die Entwicklung der Ausbildung den gesellschaftlichen Anforderungen an, denn die Ausbildungsinhalte werden ständig auf ihre Aktualität und ihren Praxisbezug überprüft."
Die Resonanz auf die monatlichen Gesprächsrunden bei den Jugendlichen ist positiv. Um das Interesse für die Zusammenhänge in der Politik auch künftig Auszubildenden der Stadtverwaltung näher zu bringen, werden die Diskussionsforen seit Beginn dieses Jahres fortgesetzt. Geplant ist, neben den angehenden Verwaltungsfachangestellten künftig auch weitere Auszubildende darin zu integrieren.
In der Stadtverwaltung werden derzeit insgesamt 121 junge Menschen in neun anerkannten Berufen und der Laufbahn im mittleren allgemeinen Verwaltungsdienst ausgebildet. Darunter sind 39 Jugendliche, die ihre Ausbildung im August 2008 begonnen haben. Für eine Ausbildung hatten sich 2008 insgesamt 1.461 Jugendliche beworben. Eine Beamtenlaufbahn wollten 183 Jugendliche antreten.
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