Kreis Steinfurt. Die Wirtschaftskrise lässt die Zahl der Existenzgründungen im Kreis Steinfurt hochschnellen. – Das Instrument der Kurzarbeit wird rege genutzt. – Die finanzielle Stabilität vieler Firmen im Kreis ist heute deutlich stärker als noch vor einigen Jahren. -
Dies sind die Kernaussagen des jüngsten „Konjunkturgesprächs“, zu dem Landrat Thomas Kubendorff bereits zum dritten Mal Vertreter der Wirtschaft und des Handwerks, der Banken und Sparkassen sowie der Arbeitsagentur und der GAB (Gemeinsam für Arbeit und Beschäftigung) eingeladen hatte. Einmal im Monat kommt dieser Kreis seit Jahresbeginn zusammen, um Infos über die aktuelle Wirtschaftssituation in der Region auszutauschen und gemeinsame Maßnahmen zu verabreden.
„Die Unternehmen im Kreis sind nach wie vor sehr unterschiedlich von der Konjunkturkrise betroffen“, berichteten die Vertreter der Banken und Sparkassen. Zu schaffen macht die Flaute den Zulieferern der Automobilindustrie und allen Firmen, die stark auf den Export setzen.
Im Handwerk ist die Stimmung ebenfalls gemischt, gute Nachrichten gibt es allerdings aus dem Bereich der energetischen Gebäudesanierung zu berichten: Firmen, die hier aktiv sind, verzeichnen derzeit eine große Nachfrage.
„Die Skepsis wird größer, massive Einbrüche gibt es aber noch nicht“, so die Beobachtung der Gesprächsteilnehmer. Landrat Kubendorff verwies noch einmal auf die Umsetzung des Konjunkturprogramms, die „zum Glück bald anläuft“.