09. April 2009

Kreisgesundheitsamt: So beugt man der Legionärskrankheit vor

Kreis Viersen

In den vergangenen Monaten kam es vereinzelt zu Legionärserkrankungen im Kreisgebiet. Daher weist das Kreisgesundheitsamt noch einmal verstärkt auf die Gefahr von Legionellen-Befall in Duschen hin.

Legionellen sind gefährliche Bakterien, die die so genannte Legionärskrankheit verursachen können. Legionellen vermehren sich im Warmwassersystem bei Temperaturen zwischen 30 und 45 Grad Celsius und werden vorwiegend beim Duschen durch das Einatmen von feinsten Wassertröpfchen für den Menschen gefährlich. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt. Eine Infektion mit Legionellen kann eine schwere Lungenentzündung verursachen. Sie beginnt mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen und Husten sowie mit den Anzeichen einer Lungenentzündung wie Atemnot, Druck auf dem Brustkorb und Erbrechen. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit liegt in der Regel zwischen zwei und zehn Tagen. Nachgewiesen werden kann die Krankheit unter anderem durch einen Urintest. Gefährdet sind vor allem ältere, kranke und geschwächte Menschen und Kinder. Behandelt wird die Krankheit üblicherweise mit einem Antibiotikum.

Um einer Kontamination mit Legionellen im Wassersystem vorzubeugen, empfiehlt das Gesundheitsamt, Duschköpfe und Perlatoren regelmäßig zu entkalken. Ebenfalls sollte das Wasser nach längeren Standzeiten einige Zeit ablaufen. Darüber hinaus sollte die Temperatur des Wassers in Warmwasserspeichern 60 Grad Celcius betragen. Diese Maßnahmen sollten insbesondere Inhaber und Unternehmer, die Wasser an die Öffentlichkeit abgeben, regelmäßig durchführen. Hierzu zählen zum Beispiel Hotels und Schwimmbäder. Diese Einrichtungen unterliegen der Überwachungspflicht des Gesundheitsamtes, das regelmäßig Kontrollen der Trinkwasserqualität durchführt. Weitere Auskünfte erteilt das Gesundheitsamt, Felicia Hahn, montags bis freitags in der Zeit von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr unter der Rufnummer 02162-391454.

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