Bocholt, 09. April 2009
Bocholt unbestrittenes Zentrum für niederländische Unternehmen
IHK Nord Westfalen untersucht "Globalisierung zuhause" - Ausländische Unternehmen in NRW
Bocholt (pd).
Bocholt ist - gemeinsam mit Gronau - unbestrittenes Zentrum für niederländische Unternehmen, beide zusammen stellen einen Anteil von 70 Prozent aller niederländischen Unternehmen im Kreis Borken.
Das geht aus einer Studie der IHK Nordwestfalen hervor, die eine Untersuchung über die Verteilung von 7.500 ausländischen Unternehmen mit über 13.000 Beschäftigten vorgelegt hat. "Investoren aus der ganzen Welt haben ihr Geld in Unternehmen in der Region angelegt", heißt es in einem IHK-Schreiben an Bocholts Bürgermeister Peter Nebelo. Der Kreis Borken, und insbesondere Bocholt und Gronau, profitieren von der engen Verflechtung der Grenzregion mit dem benachbarten niederländischen Wirtschaftsraum. "Jede zehnte Firma ist im Baugewerbe tätig", heißt es in der Studie, "überwiegend im Tief- und Landschaftsbau".
Bocholt verfügt über insgesamt genau 100 ausländisch kontrollierte Unternehmen, 91 davon sind in niederländischer Hand, zwei in belgischer, zwei in amerikanischer und jeweils eines in französischer, britischer, schwedischer, schweizerischer und türkischer Hand. In Bocholt ist z.B. die Firma Spaleck, Entwickler und Hersteller von Maschinen und Anlagen zur Oberflächenbearbeitung, seit über 10 Jahren in amerikanischer Hand. "Die Studie zeigt", so Klaus Kaiser, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, "dass gerade der gehobene Mittelstand nicht selten ausländische Mehrheitsgesellschafter hat - und es sind vor allem diese Unternehmen, die das wirtschaftliche Rückgrat einer Stadt und Region entscheidend stärken."
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Fachbereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, Klaus Kaiser, Telefon 0 28 71 95 35 71, E-Mail: klaus.kaiser@mail.bocholt.de