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documenta-Stadt Kassel

Pflanzaktion im Eichenhutewald an der Dachsbergstraße

17. April 2009. Eine Pflanzaktion, organisiert vom städtischen Umwelt- und Gartenamt und dem Ortsbeirat Brasselsberg in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro BÖF, im Eichenhutewald an der Dachsbergstraße findet am Samstag, 25. April, statt, zu der große und kleine Anwohner und Interessierte Bürger herzlich eingeladen sind.

Im vergangenen Winter fanden dort umfangreiche Fäll- und Läuterungsmaßnahmen statt, die von Anwohnern und Interessierten nicht nur mit Wohlwollen aufgenommen wurden. Viele Bürger reagierten mit Unverständnis. Wie das Umwelt- und Gartenamt und da betreuende Planungsbüro damals bereits erläuterten, waren die Maßnahmen zur langfristigen Erhaltung des Eichenhutewaldes notwendig. Die Bedrängung der alten Eichen durch nachwachsendes Unterholz hätte mittelfristig zu deren Absterben und somit dem Verlust eines kulturhistorischen Reliktes geführt.

Es wurden daher Bäume und Sträucher, die der Entwicklung der alten Eichen sowie der langfristigen Pflege der Fläche durch Schafbeweidung entgegenstanden, entfernt.

Habitate wie ein alter Hutewald sind in der heutigen Landschaft kaum noch vorzufinden. Im Wald sind alte Huteeichen meist durch Buchen und Unterwuchs überwachsen oder beschattet, so zum Beispiel an der Sababurg. Diese Bäume weisen keinen Freistand mehr auf. Gerade aber die freistehenden, besonnten Eichen bieten Lebensraum für Fledermäuse, Vögel und Käfer. Die Vögel und Fledermäuse benötigen einen gewissen Freistand für das Anfliegen der Höhlen, die Käfer die Besonnung für die erfolgreiche Entwicklung der oft mehrjährigen Entwicklung vom Ei bis zum Käfer.

Mit der nun durchgeführten Pflege ist eine starke Veränderung verbunden. Aber diese Veränderung schafft neue Qualitäten - mit einem Mal kann man durch den Eichenhutewald hindurchsehen, neue Sichtbeziehungen sind entstanden, die alten Eichen kommen als Einzelkreaturen zur Geltung und können ihre Wirkung auf den Besucher vollständig entfalten.

Die vorhandenen Jungeichen wurden - wie vor Ort gut sichtbar - alle erhalten und größtenteils aufgeastet. Zusammen mit diesen Jungeichen soll nun durch die Neuanpflanzungen von zirka 25 Eichen, angezogen in einer hiesigen Baumschule aus in Nordhessen geernteten Eicheln, der Grundstein für den langfristigen Erhalt des Hutewaldes durch seine Verjüngung gelegt werden.

Die Neuanpflanzungen folgen einem Pflanzverband, der im Bestand des nördlichen Bereichs des Eichenhutewaldes noch zu erahnen ist. Er entstammt einer Zeit, als junge Eichen dort in regelmäßigen Abständen gepflanzt wurden, um sie später für die Weide und Mast zu nutzen.

Die gemeinschaftliche Pflanzaktion soll am Samstag, 25. April, von 10 bis 13 Uhr stattfinden. Für diejenigen, die bei der Pflanzaktion helfen wollen oder den von ihnen gespendeten Baum selbst pflanzen wollen, werden Spaten und Hacken bereit gehalten. Eigene Geräte können gerne mitgebracht werden. Es wäre auch schön, wenn Kaffee, Tee und Kuchen mitgebracht würde, damit ein gemütlicher Rahmen geschaffen wird. So können sich alle in unterschiedlicher Weise einbringen.

Für Rückfragen stehen Anke Seibert Schmidt (05 61/5 79 89 36) oder Wolfgang Herzog (05 61/57 98 93-0) zur Verfügung.



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