AG Behindere berät über soziale Infrastruktur
Sitzung am 29. April im Alten Rathaus/Sozialbeigeordneter zu Gast
Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt trifft sich am kommenden Mittwoch, den 29. April 2009, um 13.30 Uhr zu ihrer 43. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt.
Die Arbeitsgruppe befasst sich ständig mit Fragen der barrierefreien Gestaltung von Bauvorhaben und des ÖPNV. Daran beteiligt sind das Stadtplanungsamt, das Tiefbauamt und die Magdeburger Verkehrsbetriebe.
Diesmal geht es um Fragen der kommunalen Behindertenpolitik und der Entwicklung der sozialen Infrastruktur in Magdeburg. Eingeladen ist dazu der Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Hans-Werner Brüning. Außerdem informieren Mitarbeiter der Lebenshilfewerk Magdeburg gGmbH über Angebote und Einrichtungen des Trägers. Das Lebenshilfewerk betreibt unter anderem Werkstätten und Wohnheime für behinderte Menschen und bietet betreute Wohnformen und einen familienentlastenden Dienst.
Der Behindertenbeauftragte Hans Peter Pischner stellt auf der Sitzung der Arbeitsgruppe seinen Jahresbericht für 2008 vor, in dem über die Lebenssituation der mehr als 25.000 Menschen mit Behinderungen in Magdeburg sowie über abgebaute und abzubauenden Barrieren und bestehende Defizite berichtet wird.
An der AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich seit 1999 Mitglieder von Behindertenverbänden und -vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen und Ämtern der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive.
In Sachsen-Anhalt leben ca. 170.400 anerkannte Schwerbehinderte (7 % der Bevölkerung). In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2008 rund 17.200 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,5 %), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind rund 25.000 Menschen betroffen (11 %).
Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 10.000 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), weit über 1.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 374 sind blind, 206 gehörlos und ca. 4.200 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten knapp 2.000 Menschen (Merkzeichen H).
Rund 60 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter. 53,3 % der Behinderten sind weiblich, wobei dieser Anteil mit zunehmendem Lebensalter ansteigt. Etwa 5.500 Einwohner sind pflegebedürftig, rund 2.600 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt.
Nähere Informationen:
Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter, Telefon 03 91/5 40 23 42
E-Mail: behindert@magdeburg.de
Der Behindertenbeauftragte ist im Alten Rathaus, Alter Markt 6, Südflügel Erdgeschoss, Zimmer 043, zu erreichen. Seinen Sprechzeiten sind dienstags von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.30 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.
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