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Münster, 30.04.2009

Gedenktafel erinnert an Bücherverbrennung 1933
Gedenkfeier und Enthüllung / Einladung an alle Münsteranerinnen und Münsteraner

(SMS) Am 10. Mai 1933 fand in Münster eine von nationalsozialistisch gesinnten Studierenden organisierte und von der Bürgerschaft unterstützte Bücherverbrennung statt. Daran soll eine Gedenktafel am Domplatz erinnern, mit der die Bürgerinnen und Bürger Münsters an diese Vernichtung kultureller Werte erinnern. Alle Münsteranerinnen und Münsteraner sind von Rat und Verwaltung der Stadt zur Gedenkveranstaltung am 6. Mai, 17 Uhr, im Fürstenberghaus und anschließend zur Übergabe der Gedenktafel am Domplatz eingeladen; die Westfälische Wilhelms-Universität unterstützt die Veranstaltung.

Dr. Stefan Schwarze, Kanzler der Universität, und Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson überbringen Grußworte vor den Hörsälen im Fürstenberghaus. Professor Hans-Ulrich Thamer spricht über die Bücherverbrennung in Münster im Mai 1933. Anschließend folgt die Enthüllung der Gedenktafel auf dem Domplatz. Studierende verlesen die Namen verfemter Autorinnen und Autoren und aus deren Werken.

Am 10. Mai 1933 wurden auf dem Hindenburgplatz Hunderte Bücher von jüdischen, marxistischen und pazifistischen Schriftstellern unter großer Anteilnahme der Bürgerschaft der Stadt Münster vernichtet. Die Initiative zur Bücherverbrennung war von der Studentenschaft ausgegangen, die damit den Machtanspruch der Nationalsozialisten unterstützen wollten.

Zur Vorbereitung hatten Studierende am 6. Mai 1933 auf dem Domplatz einen so genannten Schandpfahl aufgestellt, an den Bücher und Einbände von Büchern angebracht wurden, die als "undeutsch" galten. An dieser Stelle erinnert nach der Enthüllung die Inschrift auf einer Bodenplatte aus Bronze an das Ereignis, das den Beginn der Verfolgung und Vernichtung von Menschen aus rassistischen und politischen Motiven bildete.

Die Inschrift der Gedenktafel:

…Erich Kästner …Ernst Bloch…Jack London… Sigmund Freud…Albert Einstein…Bertolt Brecht… Vicki Baum…

"Wir alle sind, was wir gelesen."

Am 06. Mai 1933 wurde in Münster ein "Schandpfahl" aufgestellt, an den die Bürgerschaft der Stadt und Studierende Bücher hefteten, die als "undeutsch" galten. Wenige Tage später zogen am 10. Mai 1933 Studierende und Bürgerinnen und Bürger vom Domplatz durch die Innenstadt, um auf dem Hindenburgplatz Bücher zu verbrennen. Die Bücherverbrennung bildete den Beginn der Verfolgung und Vernichtung von Menschen aus rassistischen und politischen Motiven.

Die Bürgerschaft Münsters erinnert hier an diesen Akt kultureller Barbarei in ihrer Stadt.

6. Mai 2009

… Erich Maria Remarque...Anna Seghers… Bertha von Suttner…Kurt Tucholsky… Heinrich Mann…

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