04. Mai 2009. Auch im Rentenalter und trotz begrenztem Einkommen bieten sich gute Chancen, dass sich Menschen anderer kultureller Herkunft persönlich begegnen und schätzen lernen. Zu diesem erfreulichen Ergebnis kamen jetzt 50 ältere türkische und deutsche Frauen und Männer auf einer gemeinsamen Busfahrt in die Kaiserstadt Goslar. Der türkische Rentner- und Hilfsverein ‚Emekder e.V.’ und der Seniorenbeirat der Stadt Kassel stießen bei ihrer Suche nach übereinstimmenden Interessen auf eine Tagesfahrt und haben diese dann partnerschaftlich geplant. Und nun fand sie unter großer Zufriedenheit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer statt, wie der Vorsitzender des Seniorenbeirats, Manfred Aul, und auch der Vorsitzende von Emekder e.V., Feridun Kahraman, übereinstimmend erklärten.
Ausgangspunkt dieser deutsch-türkischen Kontaktaufnahme war, dass der Seniorenbeirat bei seiner ‚Wunschbaum’-Befragung festgestellt hatte, nur wenig von den Lebensverhältnissen älterer Menschen nichtdeutscher Herkunft zu wissen. Bei der dann folgenden Suche nach betroffenen Gesprächspartnern bot sich der türkische Rentner- und Hilfsverein als eine spezielle Seniorenorganisation im Stadtgebiet Kassels an. In deren Vereinsräumen in der Nordstadt wurden die Mitglieder des Seniorenbeirats sehr herzlich empfangen und in erfreulicher Offenheit über die soziale und finanzielle Situation vieler türkischer Einwanderer der ersten Generation informiert.
Seither beteiligen sich zwei Vorstandsmitglieder des Seniorenbeirats, eine Frau und ein Mann, an den monatlichen Beiratssitzungen des türkischen Rentnervereins auf dessen ausdrücklichen Wunsch. Und Vorstandsmitglieder des Vereins haben auch schon in einem Ausschuss des Seniorenbeirats mitgewirkt. Durch mehr Miteinander soll versucht werden, auch Probleme der in Kassel älter gewordenen Einwohnerinnen und Einwohner ohne deutschen Pass – oft zwischen zwei Welten - angemessener zu lösen und ihrem Bedarf mehr entgegen zu kommen.
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